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Lokales Bahn investiert weitere 20 Millionen Euro in den Dresdner Hauptbahnhof
Dresden Lokales Bahn investiert weitere 20 Millionen Euro in den Dresdner Hauptbahnhof
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18:57 12.04.2018
Die Abschnitte der Bahnsteige außerhalb der Mittelhalle mit ihren Überdachungen sollen ganz verschwinden. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Oben hui, unten pfui: Mit seinem modernen, weißen Teflondach macht der Dresdner Hauptbahnhof richtig was her, doch darunter herrscht an einigen Stellen bisweilen noch immer der Charme längst verflogener Zeiten. Die Bahnsteige in der Mittelhalle sind marode, der bröcklige Beton steht im traurigen Kontrast zum Rest des aufwendig hergerichteten Bahnhofs. Doch das soll sich jetzt ändern. In den nächsten zwei Jahren will die Bahn die Bahnsteige an den Kopfgleisen modernisieren lassen, etliche Millionen Euro investieren.

Schon in wenigen Tagen soll die heiße Phase der Sanierungsarbeiten starten. Die Bahn möchte die insgesamt drei Bahnsteige an den Gleisen 6 bis 12 ähnlich wie die bereits hergerichteten Plattformen an den anderen Gleisen gänzlich erneuern. Die Bahnsteige erhalten den Angaben zufolge auch neue Sitzmöglichkeiten, Vitrinen für Fahrpläne und Abfalleimer. Zugleich werden die Bahnsteige in der Mittelhalle deutlich kürzer. Die ragen bislang noch weit aus der großen Halle heraus. Diese Bereiche sollen nun aber samt der verbliebenen Stahlgerippe der einstigen separaten Überdachung verschwinden. Zunächst will die Bahn die beiden Bahnsteige 6 sowie 9/10 in Angriff nehmen. Ab Februar 2019 könne dann mit der Sanierung der Bahnsteigs 11 und 12 begonnen werden. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte 2020.

Doch nicht nur auf den Bahnsteigen, auch darunter wird sich einiges tun. Die beiden Verbindungstunnel, die unter den Gleisen hindurch die einzelnen Bahnsteige verknüpfen, werden ebenfalls mit angepackt. Den ehemaligen sogenannten Strobachtunnel möchte der Bahnkonzern zu einem zweiten Flucht- und Rettungsweg umbauen lassen. Der ehemalige Posttunnel soll künftig als Versorgungsweg der Bahn genutzt werden. Die Arbeiten an den Unterführungen sollen ebenfalls bis Anfang 2019 erledigt sein.

In der insgesamt mehr als zweijährigen Bauphase müssen sich die Reisenden allerdings auf etliche Veränderungen einstellen. Während der Arbeiten bleiben einzelne Bereiche gesperrt, die Züge halten teilweise an anderen Gleisen. An den betroffenen Bahnsteigen in der Mittelhalle starten und enden vor allem Züge von und nach Leipzig, Hoyerswerda, Cottbus, Kamenz und Chemnitz. Für das Herrichten der Mittelhalle sind etwa 20 Millionen Euro eingeplant, neben der Bahn beteiligt sich auch der Bund an den Kosten.

Bevor die Bauleute loslegen können, muss an diesem Wochenende zunächst aber noch die Signal-, Leit- und Sicherungstechnik am Hauptbahnhof angepasst werden. Am Sonnabendabend und in der Nacht zu Sonntag müssen sich Reisende im Nah- und Fernverkehr deshalb auf Fahrplanänderungen, Zugausfälle und Ersatzverkehr einstellen.

Zwischen Sonnabend, 20 Uhr, und Sonntag, 4 Uhr, enden alle Fernverkehrszüge in Dresden-Neustadt und fallen bis Hauptbahnhof aus. Im gleichen Zeitraum werden die Züge der Regionalexpresslinien von und nach Leipzig, Hoyerswerda und Cottbus sowie der S-Bahnlinie 2 und der Verbindungen nach Kamenz, Görlitz und Zittau zwischen Neustadt und Hauptbahnhof durch Busse ersetzt. Fahrgäste der Regionalbahnen von und nach Elsterwerda müssen zwischen Hauptbahnhof und Friedrichstadt auf Busse umsteigen. Betroffen sind außerdem die S-Bahnlinien 1 und 3. Die Züge der S1 fallen zwischen Reick und Neustadt aus, die der S3 zwischen Hauptbahnhof und Tharandt. Auch auf diesen Strecken fahren stattdessen Busse.

Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Bahnunternehmen: www.trilex.de; www.deutschebahn.com/bauinfos; www.staedtebahn-sachsen.de

Von Sebastian Kositz

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