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Lokales Bäder GmbH verhandelt mit Toten Hosen
Dresden Lokales Bäder GmbH verhandelt mit Toten Hosen
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10:51 08.06.2018
Badeausflug mit Folgen: Aber davor gab Campino in der DDV-Arena beim Konzert alles. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Die Rockband „Die Toten Hosen“ haben sich für ihren nächtlichen Ausflug ins Arnhold-Bad entschuldigt und eine Spende von 5000 Euro ins Gespräch gebracht. Ist damit die Strafanzeige der Bäder GmbH wegen Hausfriedensbruchs vom Tisch? „Definitiv können wir das noch nicht sagen“, erklärte jetzt Lars Kühl, Sprecher der Bäder GmbH, gegenüber den DNN.

Das Geld kassieren und in den Reparaturfonds einstellen, das will die Bäder GmbH nicht. Campino, der Frontmann der Toten Hosen, hatte in seiner Entschuldigung erklärt, ihm sei aufgefallen, dass die Startblöcke etwas reparaturbedürftig seien und mit dem Geld Abhilfe geschaffen werden könne. „Die Startblöcke sind fast neu“, so Kühl. Der Bäder GmbH schwebe etwas anderes vor als Bargeld. „Vielleicht gelingt es uns, gemeinsam mit den Toten Hosen etwas auf die Beine zu stellen, das in schöner Erinnerung bleibt.“

Was das sein könnte?. „Es muss zu den Bädern und zu den Toten Hosen passen. Vielleicht etwas für Menschen, die sich nicht viel leisten können“, deutet Kühl eine Richtung an, in die es gehen könnte. „Wir verhandeln mit dem Management der Band.“ Er gehe nicht davon aus, dass die Toten Hosen jetzt gleich noch mal für die Entschuldigungs-Aktion nach Dresden kommen. Campino ist ein vielbeschäftigter Mann mit wenig Freizeit.

Deshalb, so Kühl, sei auch das Management der Toten sehr interessiert daran, die Angelegenheit so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. „Campino hat ja seit Montag auch sehr viel Zeit in die Sache investieren müssen.“ Bei der Bäder GmbH hätten die Telefone auch nicht stillgestanden. „Wir waren schon erstaunt, welche Wellen das geschlagen hat. Wir kamen gar nicht hinterher, die Interviewanfragen zu beantworten.“ Den Werbeeffekt für die schönen Dresdner Freibäder habe das Unternehmen natürlich gerne mitgenommen, gesteht Kühl.

Jetzt aber sei es an der Zeit, dass wieder Ruhe einzieht. Angesichts der sommerlichen Temperaturen herrsche Hochbetrieb in den Bädern, da werde jede Arbeitskraft gebraucht. Und möglichen Nachahmern der Hosen-Aktion gibt Kühl mit auf den Weg: „Das endet auch mit einer Anzeige. Unsere Bäder werden überwacht.“

Tote-Hosen-Frontmann Campino badete nach dem Dresden-Konzert unbefugt im Arnholdbad. Der Betreiber stellte Strafanzeige. Im Netz wird kontrovers diskutiert.

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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