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Bachmann bietet Pegida als AfD-Plattform an

Dresden Bachmann bietet Pegida als AfD-Plattform an

Pegida-Frontmann Lutz Bachmann bietet das islam- und asylfeindliche Bündnis als Plattform für den AfD-Wahlkampf an. Nachdem die Sachsen-AfD auf ihrem Parteitag in Weinböhla am Wochenende beschlossen habe, dass AfD-Mitglieder bei Pegida sprechen dürfen, erwarte er im Wahljahr eine Vielzahl von Auftritten.

Lutz Bachmann (Archivbild)

Quelle: dpa

Dresden. Pegida-Frontmann Lutz Bachmann bietet das islam- und asylfeindliche Bündnis als Plattform für den AfD-Wahlkampf an. Nachdem die Sachsen-AfD auf ihrem Parteitag in Weinböhla am Wochenende beschlossen habe, dass AfD-Mitglieder bei Pegida sprechen dürfen, erwarte er im Wahljahr eine Vielzahl von Auftritten. Pegida sei die beste Möglichkeit für Politiker der rechten Partei, sich vor „Tausenden Patrioten“ zu präsentieren. Wobei von „Tausenden“ seit Monaten nicht mehr die Rede sein kann. Erneut kamen am Montag nach ersten Schätzungen knapp 2000 Menschen zum Altmarkt. Die Gruppe "Kaltland-Reisen" hat am Dienstag das Bildmaterial von Pegida-Vize Siegfried Däbritz nach "Durchgezählt"-Methoden ausgewertet und kommt gar nur auf knapp 1300 Teilnehmer.

Nope und Pegida am 3. April 2017 in Dresden. wir waren mit der Kamera vor Ort.

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Außerdem beleidigte Bachmann im Bundestag sitzende Politiker als „hochkriminellen Abschaum“. Als Versammlungsleiter trat dieses Mal Wolfgang Taufkirch auf. Pegida-Vize Siegfried Däbritz beendete das Redeprogramm.

Der Gegendemo von „Nope“ mit etwa 200 Teilnehmern widmete die Polizei dieses Mal deutlich mehr Interesse, nachdem in der vergangenen Woche ein Brandanschlag und ein Randale-Marsch durch die Neustadt am Abend für Ärger sorgten, die beide der linksautonomen Szene zugerechnet werden. Von der gewaltsamen „Sponti“ distanzierte sich „Nope“ in einem Redebeitrag. Gewalt gegen Unbeteiligte sei nicht das Mittel der Wahl.

Abgesehen von einem Rauchtopf auf der Augustusbrücke blieb es bei Nope dieses Mal ruhig. Lediglich um Umfeld der Gegendemo hatte die Polizei Arbeit. Vor allem auf dem Neumarkt suchten offensichtlich Rechtsextreme die Nähe zur Gegendemo. Der Träger eines "Anti-Antifa"-Pullovers muss sich wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz verantworten, so die Polizei. Zudem sorgte die mangelhafte Organisation und Absperrung auf dem Altmarkt kurz für Chaos, da Nope genau in dem Moment vorbei geleitet wurde, als die Pegida-Versammlung endete.

Weiter beschäftigten zwei junge Männer mit rechter Einstellung in Beamten. In einer Straßenbahn soll ein 22-Jähriger der vorbeilaufenden Gegendemo in Höhe Zwinger den Hitlergruß gezeigt haben. Die Polizei nahm die Personalien auf und ermittelt wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Deutlich einfacher waren die Ermittlungen in einem zweiten Fall: Auf der Augustusbrücke rief ein junger Man kurz hinter der Nope-Demo "Heil Hitler" und zeigte den entsprechenden "Gruß" - die Polizei stand dabei nur einen Meter hinter ihm und kümmerte sich entsprechend schnell um den Fall des 20-Jährigen, der sich nun ebenfalls wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten muss..

uh/DNN

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