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Lokales BRN will das Müllproblem in den Griff bekommen
Dresden Lokales BRN will das Müllproblem in den Griff bekommen
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15:22 17.05.2018
Viele Menschen, viele Getränke, viele Plastikbecher. Mit Sammelbechern soll es dieses Jahr anders werden. Quelle: Stephan Lohse
Dresden

Eine Luxussanierung des Bürgersteigs, schrille Vögel in der Luft und Short-Cuts von Kultfilmen mit Live-Musik von DJs – das sind einige der kreativen Beiträge zum Neustädter Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt (BRN). Fünf Wochen vor dem Beginn der 29. BRN vom 15. bis zum 17. Juni hat das neue BRN-Büro um die Koordinatorin Ulla Wacker zu einer Anwohner- und Veranstalterversammlung in die „Scheune“ geladen.

Zehn Inseln und über 100 Einzelveranstaltungen

Insgesamt zehn Kleinveranstalter haben bis zum Ablauf der Frist am Mittwochabend sogenannte „Inseln“ bei der Stadt angemeldet. Nach dem Anmelde-Chaos im vergangenem Jahr sieht das neue Konzept Veranstaltungsinseln vor, in denen sich Nachbarn zusammenschließen und gemeinsam einen Teil der BRN gestalten. Damit soll auch ungünstigen „Basskonstellationen“ entgegen gewirkt werden, die in den vorherigen Jahren mit rund 200 Einzelanmeldungen für Unmut sorgten. Neben den Inseln haben dieses Jahr über hundert Einzelstände Anträge eingereicht.

Mehrere Anträge für das gleiche Areal

Das BRN-Atoll reicht von zwei Nachbarn bis zu einem Zusammenschluss von vier Straßen zu einer Insel. Bis jetzt habe die Stadt eine Insel genehmigt, für die restlichen neun stehe die Antragsbearbeitung noch aus, berichtet Wacker. Und das zuständige Straßen- und Tiefbauamt steht noch vor einem weiteren Problem: Für das Gebiet der Alaunstraße zwischen Louisen- und Katharinenstraße gibt es gleich zwei Inselbewerber.

Ein Sammelbecher soll Müll reduzieren

Dieses Jahr will das BRN-Büro die leidige Müllproblematik besser in den Griff bekommen. Besucher können an verschiedenen Ständen für voraussichtlich zwei Euro einen Sammelbecher erwerben, den sie sich immer wieder mit verschiedenen Getränken nachfüllen lassen können.

„Der Sammelbecher könnte in Zukunft ein Sammelobjekt werden“, hofft Wacker. Viele Standbetreiber wollen als Belohnung für die investierten zwei Euro den Besuchern mit Sammelbechern 0,5 Liter für den Preis von 0,4 Litern ausschenken.

Ist die BRN zu kommerziell?

Seit den letzten Jahren wurde Kritik von Anwohnern und Festbesuchern lauter, die BRN verkomme von einem unkonventionellen Anwohnerfest zu einer Kommerzveranstaltung. „Wie soll ich an angesichts der strengen Hygienevorschriften der Stadt noch selbst gebackenen Kuchen verkaufen können?“, fragten Standbetreiber. „Als Bewohner müsste man für den Terror, dem man den ganzen Tag ausgesetzt ist, entschädigt werden“, forderte eine aufgebrachte Anwohnerin.

Außerdem würden die Vorschriften und Kosten rund um das Anmeldeprozedere gewerbliche Standbetreiber bevorzugen.

Die BRN wird eine Frage der Wissenschaft

Die BRN als Inselatoll ist ein Versuch – ob die Rettung des traditionsreichen Straßenfestes gelingt wird auch die Wissenschaft beschäftigen. Zwei Kulturökonomen der Hochschule Zittau/Görlitz werden sich mit ihrem Team während der BRN unter die Feiernden mischen und Befragungen durchführen.

Von Tomke Giedigkeit

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