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Lokales BRN 2015: Dresdner Lustgarten droht das Aus
Dresden Lokales BRN 2015: Dresdner Lustgarten droht das Aus
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17:19 09.09.2015
Quelle: Julia Vollmer

„Sollten wir nicht doch noch irgendwie eine Genehmigung für den Russensportplatz bekommen, wird es in diesem Jahr definitiv keinen Lustgarten zur BRN geben. Wir haben alle anderen Alternativen geprüft“, erzählt Mirko Sennewald von Kultur Aktiv e.V.

Fotos von der Bunten Republik Neustadt 2014

Angemeldet hat der Verein seine Veranstaltung bewusst als separate von der BRN, um dem Argument der Stadtverwaltung, es sei eine Erweiterung des Festgeländes Wind aus den Segeln zu nehmen, so Sennewald. Doch trotzdem kam die Ablehnung.   Helfen wollen nun die Dresdner Grünen. „Wir wollen im Stadtrat eine Vorlage einbringen, dass der Russensportplatz doch genutzt werden darf. Es muss eine Lösung für das Platzproblem der BRN gefunden werden“, so Grünen-Stadtrat Torsten Schulze. Zumal die Bands für den Lustgarten schon gebucht sind. Nach Angaben von Schulze fallen neben dem ehemaligen Lustgartengelände auch die Aluna-Bühne neben der Scheune und die Bühne an Katy´s Garage weg. „Das heißt, wir haben immer weniger Platz, aber nicht weniger Besucher. Staus werden sich nicht vermeiden lassen“, ärgert sich Schulze. Die BRN-Organisatoren fürchten, dass künftig die Oasen und Ruhezonen für die Gäste, gerade für Familien, fehlen.  

Auch BRN-Mitorganisatorin Ulla Wacker ist enttäuscht von der Entscheidung der Stadtverwaltung. „Es ist ärgerlich, dass die Verwaltung einfach die Absage schickt ohne große Kommunikation vorher. Wir müssten uns dafür alle an einen Tisch setzen“, so die Stadtteilhaus-Koordinatorin. Die Polizei äußere Bedenken wegen der Ausweitung des Festgebietes und der Müllproblematik. Dabei würde Kultur Aktiv selbst für die Absicherung des Lustgartens sorgen und allen Müll zuverlässig beräumen.

Stadtsprecher Karl Schuricht bestätigt die Absage der Verwaltung für die Nutzung des Lustgartens. "Dem Einzelveranstalter vom Lustgarten wurde im Dezember schriftlich mitgeteilt, dass der Russensportplatz nicht genutzt werden darf. In den Wochen und Monaten zuvor hatte sich die Stadtverwaltung intensiv in die Suche nach einem Alternativstandort eingebracht. Dem Veranstalter ist bekannt, dass Sicherheitsgründe und Anwohnerbelange zu der Ablehnung seines Antrages führten", so Schuricht. Dessen ungeachtet sei die Stadt interessiert, dass für den Kultur aktiv e. V. mit seinem von der Stadt geförderten Projekt "Lustgarten" ein Ersatzstandort - ggf. auf einer privaten Fläche- gefunden wird, da er mit seinen kulturellen Beiträgen den Geist der BRN verkörpert.

Julia Vollmer

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