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Lokales B. Braun AG erweitert Kapazität am Standort Dresden
Dresden Lokales B. Braun AG erweitert Kapazität am Standort Dresden
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18:11 27.10.2016
So soll das Werksgelände im Frühjahr 2018 aussehen. Bei bedarf kann noch eine identische Fabrikhalle angebaut werden. Quelle: B. Braun AG
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Dresden

Kräne drehen sich, Lastwagen rauschen über den Matsch und dutzende Bauarbeiter tummeln sich auf Wilsdruffs derzeit größter Baustelle. Mittendrin: Projektmanager Peter Wiegers, der für die B. Braun Melsungen AG den Bau eines hochmodernen Fertigungswerkes für Dialysatoren im Gewerbegebiet Hühndorfer Höhe betreut. „Wir haben hier Großes vor“, verkündet er.

In einem ersten Bauabschnitt errichtet der Pharma- und Medizinbedarfsriese eine über 140 Meter lange Fertigungshalle auf einem elf Hektar großen Grundstück. Der Rohbau ist mittlerweile fast fertig gestellt, am Freitag feiern die Verantwortlichen Richtfest. Das neue Werk soll ab Frühjahr 2018 Dialysatoren für die Blutwäsche von chronisch nierenkranken Menschen herstellen. Es ist bereits das dritte Werk am Regionalstandort Dresden für die B. Braun AG, die sich nach Übernahme der „Saxonia“ in Radeberg und der „Ascalon“ in Berggießhübel mit der 2011 gegründeten Avitum Saxonia GmbH auf die Produktion von Dialysatoren spezialisiert hat.

„Wir können das neue Werk in Wilsdruff je nach Marktlage beliebig erweitern. Es sind bis zu drei weitere Ausbaustufen eingeplant“, so Wiegers. Das bedeutet, dass neben der jetzigen Produktionshalle noch eine baugleiche angefügt werden kann. Mit zusätzlichen Baumaßnahmen auf den restlichen Freiflächen könnte so die Produktionsmenge auf der vierfache des aktuell vorgesehen Niveaus gebracht werden. „Das ist natürlich Zukunftsmusik, aber die Möglichkeit ist da und das Geschäft mit Dialysatoren wächst stark“, sagt Wiegers.

Der Rohbau ist fast fertig. Am Freitag feiert die B. Braun AG Richtfest in Wilsdruff. Ab 2018 werden hier Dialysatoren hergestellt.

Zunächst plant die B. Braun AG mit 140 Arbeitsplätze am neuen Standort, um den Betrieb im Frühjahr 2018 aufzunehmen. Dann sollen die ersten Dialysatoren vom Band rollen. „Die Produktion wird im 24-Stunden-Betrieb erfolgen, da man die Polysulfan-Herstellung nicht unterbrechen kann“, sagt Bertram König, Geschäftsführer der Avitum Saxonia GmbH. Aus dem Werkstoff werden hauchdünne Hohlfasern als Grundlage für die Dialysatoren hergestellt, in denen das Blut der Patienten gereinigt wird.

Aktuell werden in den Standorten Berggießhübel und Radeberg zukünftige Fachleute und Mitarbeiter für das neue Werk in Wilsdruff ausgebildet. „Der Einstellungsprozess hat begonnen. Wir werden Anfang 2018 alle geplanten Stellen besetzt haben und sofort mit Vollbetrieb starten“, so König.

Für Wilsdruff bedeuten die Ansiedlung des Branchenriesen mit mindestens 140 neu geschaffenen Arbeitsplätzen und die Option auf Erweiterung des Werkes einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. „Die B. Braun AG ist jetzt der größte Investor im Stadtgebiet und wird uns in Zukunft entscheidend prägen“, sagt Wilsdruffs Bürgermeister Ralf Rother (CDU). Mit einem schon im Vorfeld fertig gestelltem Bebauungsplan, genügend Baufläche und einem schon erschlossenen Industriegebiet konnte die Stadt die B. Braun AG im vergangenen Jahr für den Standort Wilsdruff gewinnen.

Das Werk samt Grundstück und Fertigungsanlagen kostet den Pharmariesen laut Unternehmensangaben einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Der Freistaat Sachsen fördert die Investition mit sechs Millionen Euro. Im Jahr 2015 stellte B. Braun 13,3 Millionen Dialysatoren her und beschäftigt derzeit knapp 800 Mitarbeiter am Regionalstandort Dresden.

Von Sebastian Burkhardt

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