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Lokales Großeinsatz am Lahmann-Sanatorium - B 6 gesperrt
Dresden Lokales Großeinsatz am Lahmann-Sanatorium - B 6 gesperrt
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09:56 04.02.2019
Einsatz am Lahmann-Sanatorium Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Update: Am Montagmorgen konnte die Sperrung aufgehoben, die Sicherungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden.

Großeinsatz für Technisches Hilfswerk (THW) und Feuerwehr seit Freitagabend auf der Bautzner Landstraße am Weißen Hirsch. An einem der alten, unsanierten Gebäude des Lahmann-Geländes wölbte sich eine Außenwand unter dem Dachsims bedrohlich nach außen, es bestand Einsturzgefahr. Die B 6, eine der Hauptverkehrsstraßen durch Dresden, musste für Sicherungsarbeiten an dem Haus voll gesperrt werden. Autoverkehr und die Straßenbahn Linie 11 fahren umgeleitet bzw. verkürzt. Noch am Sonntagmittag war unklar, ob die Straße am Montag wieder offen sein würde. Starker Schneefall behinderte den Fortgang der Arbeiten.

Das beschädigte Gebäude ist der ehemalige Speisesaal des Lahmann-Sanatoriums. Seit Freitagabend arbeiten Spezialisten des Technischen Hilfswerks mit Hochdruck und großem Gerät daran, die Außenmauer zu sichern. Ein Dachträger hatte sich offenbar witterungsbedingt aus seiner Halterung gelöst und drückte nun von innen gegen die Mauer. Deshalb nahm ein Kran den Träger zunächst an den Haken, um den Druck auf die Mauer zu entlasten. Außerdem wurde der Dachträger von innen mit einem Pfeiler abgestützt, der von oben durch das Dach gehoben wurde. Am Sonntag begannen Feuerwehr und THW auch, den Schnee vom Dach zu räumen, um es zu entlasten.

Einsturzgefahr am Lahmann-Sanatorium

Wegen der Vollsperrung und der großräumigen Umleitung kam es vor allem auf der Grundstraße zu massiven Staus. Die Linie 11 in Richtung Bühlau verkehrte nach Angaben der DVB ab der Bautzner/Rothenburger über die Sachsenallee, den über den Schillerplatz zur Endhaltestelle Tolkewitz. Zwischen Albertplatz und Mordgrundbrücke kam ein Ersatzbus im Einsatz. Die Standseilbahn könne mit jedem Fahrschein genutzt werden.

Das beschädigte Gebäude steht unter Denkmalschutz, besonderes Merkmal ist seine beeindruckende hölzerne Kacheldecke, die sich über die ganze Saalfläche wölbt. „Diese wunderschöne Decke muss unbedingt erhalten werden“, sagte am Sonntag der Dresdner Baywobau-Chef Berndt Dietze gegenüber DNN. Er war am Sonnabend zusammen mit den neuen Besitzern des Hauses vor Ort, um sich den Schaden anzusehen.

Katrin Dardritz (21) und Falk Döring (36) vom DRK Dresden versorgen die Helfer am Sonntag mit warmen Mahlzeiten. Es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Quelle: Roland Halkasch

Die Baywobau, die die Häuser im Lahmann-Park neu gebaut und saniert hat, hatte die vier Gebäude entlang der Bautzner Landstraße in den vergangenen Jahren verkauft, darunter auch vor etwa drei Jahren das Haus mit dem Speisesaal. Es gehört nun zwei Dresdner Geschäftsleuten, die das Haus mit dem Dresdner „ist Architekturbüro“ zur Wohnräumen umbauen wollen. Dabei soll die hölzerne Decke sichtbar bleiben. Baupläne und Bauantrag liegen vor.
Seit geraumer Zeit kann der Saal allerdings ebenso wie das gesamte Haus nicht mehr betreten werden. Die Fenster sind mit verschlissenen Holzjalousien verrammelt oder mit Brettern vernagelt; Glasscheiben haben sie schon lange nicht mehr. Die Türen sind verschlossen. Auf der Rückseite sind vor die Fensterlöcher Planen gehängt, die mit aufgedruckten Fensterimitaten den tatsächlichen Zustand kaschieren und den Blick nach innen verwehren

Von Bernd Hempelmann

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