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Lokales Autoren der Lehrer-Petition zur Schulpolitik streben Bildungsforum mit Minister an
Dresden Lokales Autoren der Lehrer-Petition zur Schulpolitik streben Bildungsforum mit Minister an
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14:31 11.03.2018
   Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

 Die Initiatoren der Lehrer-Petition zur Bildungspolitik in Sachsen wollen ihr Engagement über die Zeichnungsfrist auf der Internetplattform openpetition hinaus fortsetzen. „In der Tat handele es sich bei der Zahl der Unterstützer derzeit um einen Bruchteil der sächsischen Lehrerschaft“, erklärte Susann Weber. „Dennoch erachten wir 5000 Unterschriften als symbolischen Wert und sind nun dabei zu planen, in welcher Form unser offener Brief samt Unterschriften überreicht werden kann“, fügte sie hinzu.

Für die Petition können bis 25. Februar Unterschriften abgegeben werden. Die Autoren hätten 12000 Unterschriften zu erreichen, damit sich auch die Plattform bei den Adressaten der Petition für die Inhalte stark macht. Die Aktion war Ende Januar gestartet worden. Bislang gibt es mehr als 5000 Unterschriften.

Die Petition fordert eine Neuausrichtung der Bildungspolitik, die in Sachsen noch immer nicht „erste Priorität“ genieße.

Die Lehrer sprechen sich unter anderem für zusätzliche Anrechnungsstunden für Klassenlehrer, Tutoren und Mentoren sowie eine langfristige und feste Beschäftigung von Sozialarbeitern an jeder Bildungseinrichtung aus. Für einen verbesserten Bildungsprozess sollte die Klassenstärke auf 24 Schüler und der Regelstundensatz eines Lehrers von 26 auf 24 Stunden reduziert werden.

Das Thema Verbeamtung haben die Petenten ausgeklammert. Sie sind der Ansicht, dass diese Debatte Gefahr läuft, von den wirklichen Baustellen der sächsischen Bildungslandschaft abzulenken. Sie befürchten eine Stellvertreterdebatte, die nicht zuletzt das Potenzial hat, Unfrieden in den Kollegien zu stiften. „Die Verbeamtung der Jungkollegen mag eine Maßnahme sein, Lehrkräfte anzuwerben beziehungsweise in Sachsen zu halten“, konstatierte Weber. Zahlreiche Foreneinträge zeichneten jedoch ein anderes Bild. Demnach kehrten ausgebildete Lehrkräfte dem Freistaat den Rücken, da sie mit den Rahmenbedingungen an sächsischen Bildungseinrichtungen unzufrieden sind.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lobte das Engagement von der Basis der Lehrerschaft. Die Forderungen nach attraktiveren Arbeitsbedingungen und einer Senkung der Belastungen sei gerechtfertigt, hatte Landeschefin Uschi Kruse gegenüber DNN erklärt. Sie schloss nicht aus, dass eine weit verbreitete Resignation in den Lehrerzimmern die Unterstützerzahlen beeinflusst habe.

Eine Möglichkeit, tatsächlich einen Diskurs zu erreichen, sehen die Petitionsautoren jetzt in einer Art „Bildungsforum“, zu dem sie bereits Kultusminister Christian Piwarz (CDU) eingeladen haben. „Leider war es dem Ministerium bisher noch nicht möglich, unterbreitete Terminvorschläge zu bestätigen, so dass die konkrete Planung mit entsprechenden Einladungen an Kolleginnen und Kollegen anderer Schularten noch nicht Fahrt aufnehmen kann.“ Aus Sicht der Lehrerschaft drängt die Zeit, da der Austausch zu einem Paradigmenwechsel in der Bildungspolitik vor der nächsten Regierungserklärung erfolgen sollte. Diese hatte Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) für die März-Sitzung des Landtags durch Minister Piwarz angekündigt.

Von Ingolf Pleil

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