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Autoknacker, Messerstecher, Dieb und Motzer in Personalunion

Multikrimineller in Dresden zu vier Jahren Haft verurteilt Autoknacker, Messerstecher, Dieb und Motzer in Personalunion

Issam A. hat nicht viel ausgelassen, die Anklage, die gestern im Amtsgericht verlesen wurde, war ein bunter Cocktail und umfasste 30 Vorwürfe – einmal quer durchs Strafgesetzbuch.


Quelle: dpa

Dresden. Issam A. hat nicht viel ausgelassen, die Anklage, die nun im Amtsgericht verlesen wurde, war ein bunter Cocktail und umfasste 30 Vorwürfe – einmal quer durchs Strafgesetzbuch. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten gefährliche und vorsätzliche Körperverletzung, Betrug, Diebstahl, Beleidigung, Drogendelikte, Sachbeschädigung und Schwarzfahren vor.

Der Tunesier war vor allem am Wiener Platz, der Prager Straße und in der Neustadt unterwegs. Er knackte Autos und stahl was drin war, klaute Klamotten, verwüstete einen Döner-Imbiss, demolierte die Eingangstür eines Cafes, klaute in einer Spielothek zuerst die Trinkgelder, beschimpfte dann die Mitarbeiter als „Nazis“und „Schlampen“als er Hausverbot bekam, drohte sie zu töten, zerschlug zwei Glastüren und zerdrosch einen Automaten, an dem er gespielt hatte.

Der 30-Jährige randalierte nicht nur, er schlug auch wahllos und ohne Grund auf Menschen ein - Deutsche, andere Araber, völlig egal. Er beschimpfte und attackierte einen Jugendlichen am Wiener Platz und warf eine Bierflasche nach ihm, die den 18-Jährigen nur knapp verfehlte. Eine Mitarbeiterin des DRK und ihr Kollege, die nachts mit der Bahn auf dem Heimweg waren, wurden bepöpelt, und zu Boden gestoßen. Grund:. Er hatte der Frau 20 Euro fürs „f...“angeboten und sie hatte abgelehnt, was ihn wütend machte. Er beleidigte einen jungen Mann auf der Louisenstraße und schlug ihm einen Zahn aus. Als der ihn aufzuheben wollte, schlitzte ihm der Angeklagte die rechte Schläfe, das Ohr und den Nacken bis auf die Schädeldecke auf.

Issam A. räumte mit dem Hinweis, er könne sich nur schwer erinnern, die Vorwürfe ein. Nur die Sache in der Straßenbahn wies er zurück. „Sie lügt, ich habe sie nicht angegriffen und kein solches Angebot gemacht“. Die junge Frau schilderte den Vorfall sehr glaubhaft. Zudem spricht sie selbst arabisch, hat also verstanden, was er sagte. Auch ansonsten gab es keine Reue oder Entschuldigung.

Er sei drogensüchtig, begründete er seine Taten, deshalb stehle er und sei so aggressiv. Der Tunesier war im Oktober 2014 aus der Schweiz nach Deutschland eingereist, wurde nach Genf ausgeflogen, war aber einen Tag später wieder hier. Er beging Straftaten, wurde verurteilt, setzte sich in die Niederlande ab und wurde nach Deutschland zurückgeschickt. Sein Asylantrag wurde hier abgewiesen und die Abschiebung angeordnet, die scheiterte allerdings an einer klaren Identitätsfeststellung. Der Angeklagte hat vergessen, wo sein Pass ist. Darüber kann er jetzt nachdenken. Er wurde zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Von Monika Löffler

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