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Lokales Autoforschung statt Armeelaster: Die TU Dresden bekommt ein neues Versuchszentrum
Dresden Lokales Autoforschung statt Armeelaster: Die TU Dresden bekommt ein neues Versuchszentrum
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18:33 09.09.2015
Der Autoschwingungsprüfstand im neuen Versuchszentrum des IAD wird diesem Vorbild sehr ähnlich sein. Quelle: TU Dresden
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Das hat der "Sächsische Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement" (SIB) gestern angekündigt. Das Zentrum entsteht ab Oktober 2013 in ehemaligen Bundeswehr-Fahrzeughallen beim früheren Wehrkreiskommando an der August-Bebel-Straße und soll im Winter 2014/15 in den Probebetrieb gehen.

In die Finanzierung teilen sich der Freistaat Sachsen und die EU über den "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) hinein. Herzstück des Versuchszentrums wird ein rund 500 000 Euro teurer "Gesamtfahrzeugschwingungsprüfstand" sein, in dem die Forscher des TU-Instituts für Automobiltechnik Dresden (IAD) den Straßenbetrieb für neue Fahrzeuge und Fahrzeuggruppen simulieren können. "Der Prüfstand ist in dieser Ausprägung in Europa einmalig", betonte der SIB. "Das etwa zehn mal zehn Meter große und 300 Tonnen schwere Fundament ist auf Federn gelagert und damit von äußeren Schwingungseinflüssen entkoppelt."

Außerdem werden 15 moderne Prüfstände, zahlreiche Labore und Arbeitsräume eingerichtet, wie das Institut für Automobiltechnik mitteilte. In einem weiteren Bauabschnitt soll später eine weitere Halle mit einem "hochdynamischen, freifahrenden Fahrsimulator" entstehen. "Diese neuartige, einmalige Ausführung des Fahrsimulators ermöglicht die vollständig realistische Abbildung von Fahrmanövern", hoffen die Forscher.

Die IADler befassen sich nicht nur mit Autotechnik, auch motorisierte Zweiräder spielen in dem Institut eine Rolle. So bekam das IAD vor etwa einem halben Jahr drei BMW-Motorräder. Sie dienen als Untersuchungs- und Forschungsobjekte, werden zum Beispiel in Messständen getestet.

Das IAD selbst ist reichlich 100 Jahre alt, die Zentrale des Instituts ist der Jante-Bau an der George-Bähr-Straße.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2013

Heiko Weckbrodt

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