Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Autofahrer contra Stadtrat: Böse Vorwürfe gegen Torsten Schulze
Dresden Lokales Autofahrer contra Stadtrat: Böse Vorwürfe gegen Torsten Schulze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:47 11.09.2018
Das Fahrrad von Torsten Schulze nach dem Unfall. Quelle: privat
Dresden

Autofahrer gegen Radfahrer. Es ist das klassische Duell. Der Grünen-Stadtrat Torsten Schulze ist passionierter Radfahrer. Im Juni hatte Schulze eine unangenehme Begegnung mit einem Autofahrer. Die jetzt für einen der Beteiligten oder sogar beide böse Folgen haben wird: Schulze hat den Autofahrer wegen Unfallflucht angezeigt. Der Autofahrer wiederum wirft dem Stadtrat per Anzeige Körperverletzung vor.

Torsten Schulze Quelle: PR

Die Polizei hat bisher noch keine Ermittlungen eingeleitet. „Wir hatten nicht zuletzt wegen der Urlaubszeit personelle Engpässe. Wir werden das Verfahren jetzt bevorzugt voranbringen“, erklärte Polizeisprecher Thomas Geithner auf Anfrage der DNN.

Am 15. Juni, sagt Schulze, sei er am Vormittag mit dem Fahrrad über die Albertbrücke gefahren. „Ich hatte Termine im Rathaus“, so der Stadtrat. Die Fußgängerampel am Käthe-Kollwitz-Ufer habe Grün gezeigt. „Aus dem Augenwinkel sah ich einen Rechtsabbieger, aber ich bin davon ausgegangen, dass das Auto stoppt.“ Was aber nicht geschehen sei: „Er hat mich erwischt und ich hatte das Gefühl, dass ich gleich unter dem Auto liege“, schildert der Stadtrat das Geschehen aus seiner Sicht.

Das Auto habe das Hinterrad seines Fahrrads getroffen, so Schulze. „Wie durch ein Wunder habe ich beim Sturz keine Verletzungen erlitten. Wäre ich langsamer gewesen, hätte es mich schlimmer erwischt.“ Beim Aufsetzen habe er dem Auto hintergeschaut: „Der Fahrer hat kurz gehalten, einen Blick zurück geworfen und dann Gas gegeben. Er ist einfach weiter gefahren.“

Autofahrer und Radfahrer müssen nicht immer Gegner sein: Zwei Kraftfahrer hätten den Unfall beobachtet und ihm ihre Hilfe angeboten. Einer sei mit einem Transporter mit Ladefläche unterwegs gewesen. „Wir haben mein demoliertes Fahrrad darauf gelegt und sind dem Unfallverursacher hinterhergefahren“, so Schulze.

Auf der Neustädter Elbseite habe der Unfallfahrer, ein 18-jähriger Fahranfänger, sein Auto endlich angehalten. Über das Geschehen danach muss es mindestens zwei Versionen geben: Der Autofahrer hat laut Geithner den Stadtrat wegen Körperverletzung angezeigt. Schulze soll seinen Unfallgegner laut Anzeige geohrfeigt haben.

„Das ist vollkommen absurd“, erklärt der Stadtrat. Die Polizei sei nicht zum Ort des Geschehens gekommen, er habe am Abend Anzeige wegen Unfallflucht im Polizeirevier Nord erstattet. Er ärgere sich darüber, dass mittlerweile fast ein Vierteljahr ungenutzt verstrichen sei. „Der junge Mann kennt als Kraftfahrer die einfachsten Regeln beim Abbiegen nicht und begeht eine Unfallflucht, kann aber weiter ungehindert mit dem Auto durch die Stadt fahren. Ich finde das unverantwortlich.“ Der Schaden an seinem Fahrrad sei auch noch nicht reguliert. Die Felge ist kaputt, rund 150 Euro Reparaturkosten werden anfallen, schätzt Schulze.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Alle Flugbegeisterten aufgepasst: Der Dresdner Flughafen lädt am 3. Oktober zum Kunst-, Antik- und Trödelmarkt mit Unterhaltung für die ganze Familie ein.

11.09.2018
Lokales Jawort im Fußballstadion - Hochzeitsfieber im Dynamostadion

Das lässt das Herz für Fußballfans noch höher schlagen. Für alle die nach einer extravaganten Location für ihre Hochzeit suchen, bietet sich die Gelegenheit, ihren besonderen Tag im Fußballstadion zu planen. Neue Termine für das Jahr 2019 sind nun bekannt.

11.09.2018

Beine, Busen, Perücken, Pailletten und seit einiger Zeit auch wohldosierte Muskelpakete begegnen uns mehrfach in der Stadt. Theater-Prinzipalin Zora Schwarz weiß, wie Marketing geht. Sie weiß ihr Travestie-Revue-Theater „Carte Blanche“ bunt und prächtig im Gedächtnis zu verankern – seit 15 Jahren.

11.09.2018