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Auszeichnung für Leiter der Wasserwacht in Dresden

Ehrenamt Auszeichnung für Leiter der Wasserwacht in Dresden

Ein Rettungsschwimmer in roten Badeshorts, der den Strand entlang sprintet um ein kleines Mädchen aus den Fluten zu retten. „Das Klischee stimmt, wenn überhaupt, nur im Sommer“, lacht Martin Zavesky. Für sein Engagement in der Wasserrettung in Dresden wurde er vom Freistaat ausgezeichnet.

Rettungsschwimmer und Kreisleiter der Wasserwacht in Dresden, Martin Zavesky, wurde für sein Engagement ausgezeichnet.

Quelle: ANJA SCHNEIDER

Dresden. Ein Rettungsschwimmer in roten Badeshorts, der den Strand entlang sprintet um ein kleines Mädchen aus den Fluten zu retten. „Das Klischee stimmt, wenn überhaupt, nur im Sommer“, lacht Martin Zavesky. Dann sitzt der Dresdner Kreisleiter der Wasserwacht in seinem Urlaub auf dem Wachtturm in der Sonne am Ostseestrand und eilt zu Einsätzen in die Meereswellen. Den Rest des Jahres verbringt Zavesky weniger glamourös und doch mit genauso viel Einsatz für die Wasserwacht in der Landeshauptstadt. Dafür wurde er zusammen mit weiteren 54 Bürgern des Freistaats im Sächsischen Landtag ausgezeichnet.

Als Kreisleiter der Wasserwacht ist Zavesky für rund 250 ehrenamtliche Mitglieder verantwortlich. „Unsere Hauptaufgabe liegt in der Prävention“, erklärt der 36-Jährige. Die Wasserwacht ist bei Sportveranstaltungen auf der Elbe dabei oder unterstützt die Freibäder. Auch wenn an Himmelfahrt zahlreiche junge Männer jährlich an der Elbe entlangwandern, patrouillieren die Mitglieder der Wasserwacht auf dem Strom um im Falle des Falles schnell jemandem aus dem Wasser retten zu können. „Bei uns geht es zwar nicht um Sekunden, aber um Minuten“, sagt Zavesky.

Schon seit seiner Jugend für die Wasserwacht aktiv

Zur Wasserwacht kam er als Jugendlicher. Im Schwimmverein fehlten ihm neue Herausforderungen. Heute schätzt er an seinem Engagement den sportlichen Aspekt und das Gefühl Helfen zu können. Dafür trainiert er gemeinsam mit den anderen ein- bis zweimal die Woche in den Dresdner Hallenbädern.

Die Wasserwacht unterstützt im Rahmen der Einsätze des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auch bei Katastropheneinsätzen. Ein prägendes Erlebnis mit der Wasserwacht war der Einsatz beim Elbehochwasser 2013. „Wenn die Menschen zusammen wirken, liegt großes Potenzial in der Gesellschaft“, erläutert Zavesky seine Erfahrungen.

Teilweise über zehn Wochenstunden widmet sich der Mitarbeiter bei den Staatlichen Kunstsammlungen in seiner Freizeit der Dresdner Wasserwacht. Dabei musste er auch schon Menschen vor dem Ertrinken retten. „Im Sommer in der Elbe zu Schwimmen ist gefährlich, besonders die Strömungen nahe der Brückenpfeiler werden oft unterschätzt“, sagt Zavesky und ergänzt: „ Im Winter ist das Eis unterschiedlich dick und die Tragfähigkeit nur schwer einzuschätzen, deswegen sollte man nur freigegebene Eisflächen betreten“. Die letzten Winter waren mild, darum frischen die Retter von der Wasserwacht ihr Wissen in Eisrettungsübungen immer wieder auf.

In Dresden gibt es mehrere Initiativen zur Lebensrettung

Wenn es um die Rettung von Menschenleben geht, sind in der Landeshauptstadt viele Initiativen aktiv. So wurde unteranderem Stephan Roth aus Dresden ausgezeichnet, der die Ausbildung des Bergwacht-Nachwuchses leitet. Wie die Wasser- und Bergwacht sind die ehrenamtlichen Initiativen oft auf Spenden angewiesen. Aktuell bittet die Rettungshundestaffel des DRK um Spenden, um das Einsatzfahrzeug zu finanzieren.

Beim Ehrenamtsempfang am 2. Dezember würdigten der Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) und Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) das Engagement der Bürger im Freistaat. Vier von zehn Sachsen über 14 Jahren helfen in ihrer Freizeit freiwillig. Sie sind die „Grundlage unseres Zusammenlebens“, betonte Klepsch. Der Freistaat fördert ehrenamtliches Engagement mit rund zehn Millionen Euro jährlich.

Von Tomke Giedigkeit

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