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Lokales Ausschuss vertagt Altmarktsanierung
Dresden Lokales Ausschuss vertagt Altmarktsanierung
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07:48 30.11.2018
Im Januar wird erneut über die Sanierung des Altmarkts diskutiert. Quelle: Jürgen-M. Schulter
Dresden

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hat am Mittwochabend das Thema Altmarkt-Sanierung auf Januar vertagt. Das Straßen- und Tiefbauamt will den Altmarkt ab 2020 umfangreich sanieren und rund 7,3 Millionen Euro investieren. Gegen die Pläne regt sich Protest im Stadtrat. Rot-Grün-Rot hatte in einem ersten Entwurf für den Haushalt 2019/2020 die vorgesehenen Mittel gestrichen.

Tilo Wirtz, Bauexperte der Linken, stellte einen Vergleich an: „Es wird festgestellt, dass es im Haus zu wenige Steckdosen gibt. Einige funktionieren nicht und andere sitzen an der falschen Stelle. Die vorgeschlagene Konsequenz: Lasst uns das ganze Haus abreißen und um die Steckdosen ein neues Haus bauen.“ Wirtz erklärte, er verkenne nicht die Notwendigkeit, die Infrastruktur wie Strom- und Breitbandversorgung auf dem Altmarkt zu verbessern. Er sieht aber keinen Anlass für einen grundhaften Ausbau. Das Auswechseln von Kabeln in einzelnen Abschnitten würde ausreichen. Die von ihm vorgeschlagene Lösung werde nur rund 3,3 Millionen Euro kosten. Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz sieht die Dinge fachlich anders und plädiert für eine umfangreiche Sanierung.

Die Frage nach dem Sinn der „großen Lösung“ war aber nicht der einzige Einwand in der Debatte. Das Forum für Baukultur hatte jüngst bemängelt, dass die Gedenkstelle für den 13. Februar 1945 auf dem Altmarkt für die Dauer der Adventszeit nur noch schwer zugänglich ist. Diese Kritik soll bei den Planungen für den Altmarktumbau berücksichtigt werden. Die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen will die Westseite des Altmarkts an der Seestraße begrünen und erwartet entsprechende Vorschläge von der Verwaltung. Viel Arbeit, die bis Januar zu erledigen ist.

Mit der Vertagung kann der Stadtrat nicht wie geplant auf seiner Sitzung am 13. Dezember über den Umbau des Altmarkts beschließen. „Wir hätten den Umbauplänen der Verwaltung zugestimmt“, erklärte CDU-Stadtrat Veit Böhm, Mitglied im Bauausschuss. „Wir sehen aber auch die Notwendigkeit, einen Kompromiss für die Gedenkstätte zu finden.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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