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Lokales Ausschuss beschließt Parkhaus Johannstadt und vertagt Rahmenplan Innere Neustadt
Dresden Lokales Ausschuss beschließt Parkhaus Johannstadt und vertagt Rahmenplan Innere Neustadt
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10:04 05.11.2015
Wie Sie sehen, sehen Sie fast nichts: Visualisierung der Stadtverwaltung zur Wirkung des Parkhauses Pfotenhauerstraße auf den Blick vom Waldschlösschen aus. Quelle: Stadt
Dresden

Mehrere heiße Eisen im Bauausschuss: Die Stadträte haben gestern die Pläne zum Parkhaus an der Pfotenhauerstraße auf den Weg gebracht. Vor einem Monat war der Beschluss noch vertagt und die Stadtverwaltung zu einer Visualisierung über die Auswirkungen des Baus in unmittelbarer Elbnähe aufgefordert worden. Der damit vermittelte Eindruck stand dann offensichtlich einem Beschluss nicht mehr entgegen. Die Grünen blieben allerdings bei ihrer grundsätzlichen Ablehnung. Sie sind der Ansicht, in dem Gebiet hätte bei der Erweiterung des Biotec-Zentrums am Tatzberg Parkraum geschaffen werden können. Das Parkhaus soll innerhalb der Gleisschleife zwischen Pfotenhauerstraße und Kollwitz-Ufer entstehen. Für die umfangreichen und weiter expandierenden Einrichtungen des Uniklinikums und des Max-Plank-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (CBG) sowie für Anwohner der Umgebung besteht nach Ansicht der Stadt ein erhebliches Defizit an Pkw-Stellplätzen. Um Abhilfe zu schaffen, sei ein Parkhaus mit mindestens 700 Stellplätzen nötig. Das Gebäude könnte etwa 70 Meter breit, mehr als 30 Meter tief und etwa 14 Meter hoch sein. Der Bebauungsplan wird demnächst öffentlich ausgelegt. Auch für die seit langem diskutierte Entwicklung im Bereich Postplatz/Wallstraße segnete der Ausschuss entsprechende Beschlüsse für den Bebauungsplan ab.

Vertagt wurde dagegen der Beschluss zu den Planungen für eine Wohnbebauung zwischen Sternstraße und Flutrinne. Hier sehen die Stadträte allgemein noch weiteren Abstimmungsbedarf, hieß es aus dem Ausschuss.

Weiteren Beratungsbedarf gibt es auch zum Rahmenplan Innere Neustadt. Dafür liegt seit Mai ein Zwischenbericht auf dem Tisch, der später weiter öffentlich diskutiert wird. Das Areal zwischen Elbe, Antonstraße, Albertplatz und Glacistraße gilt als hochwertiger Innenstadtbereich. Mit der Fortschreibung des bestehenden Rahmenplans soll die begonnene "behutsame Stadtreparatur" fortgesetzt werden. Damit werden Überlegungen für die nächsten Jahrzehnte angestellt, bei denen es beispielsweise Diskussionen über die gegenwärtige Plattenbauten in dem Gebiet genauso geben wird, wie eine Debatte über die Bebauung hinter dem möglicherweise in näherer Zukunft wiedererrichteten Narrenhäusel. Konkrete Bauvorhaben werden damit nicht verankert. Auch die Verkehrsverbindung Altstadt-Albertplatz sowie Hauptstraße-Regierungsviertel ist Bestandteil der Diskussion. Der zeitliche Horizont reicht dabei bis über 2035 hinaus.

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