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Lokales Ausländerrat Dresden entzweite sich am Bündnis gegen Rassismus
Dresden Lokales Ausländerrat Dresden entzweite sich am Bündnis gegen Rassismus
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13:20 27.01.2018
In Am Sayad Mahmood und Martin Gillo störten sich dem Vernehmen nach vor allem an der „Kontra“-Ausrichtung des Bündnisses: gegen Rassismus in Sachsen, gegen fremdenfeindliche Witze, gegen Diskriminierung im Alltag Quelle: dpa
Dresden

Unterschiedliche Meinungen über das „Bündnis gegen Rassismus“ in Dresden stehen anscheinend hinter dem Rücktritt (DNN berichteten) von In Am Sayad Mahmood und Martin Gillo als Vorstände des Ausländerrates. „Unser Vereinsvorstand hatte sich hier im vergangenen Jahr gegen einen Eintritt in das Bündnis entschieden“, teilte Ausländerrat-Geschäftsführer Markus Degenkolb auf Anfrage mit. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch die Mitgliedschaft hatten sich mehrheitlich für einen Eintritt starkgemacht.“

In Am Sayad Mahmood und Martin Gillo störten sich dem Vernehmen nach vor allem an der „Kontra“-Ausrichtung des Bündnisses: gegen Rassismus in Sachsen, gegen fremdenfeindliche Witze, gegen Diskriminierung im Alltag zum Beispiel. „Obwohl das Bündnis bisher noch ohne erklärte Ziele ist, wurde der Dialog darüber zur Grundsatzfrage“, berichtete Gillo auf Anfrage. „In Am und ich stehen nicht ,gegen’ sondern ,für’. Wir stehen für eine offene, demokratische Gesellschaft mit bereichernder Diversität, mit Integration und Weltoffenheit. Was wir brauchen ist ein Bündnis für gesellschaftlichen Zusammenhalt.“ Zwischen den Zeilen mag man herauslesen, dass der Vorstand eben diese Einbeziehung aller Menschen in Sachsen in den gesellschaftlichen Diskurs bei dem „Bündnis gegen Rassismus“ nicht als gesichert sah.

Der ehemalige AMD-Manager und sächsische Ausländerbeauftragte Gillo verweist darauf, dass mit der Vielfalt der Kulturen „vermehrt auch internationale Konflikte nach Deutschland“ kommen. „Argumente für Spaltungen unserer Gesellschaft gibt es immer mehr. In Am und ich sind überzeugt, dass es unsere wichtigste Aufgabe sein wird, unser Land jenseits aller Polarisierung zu einem Vorbild für Einigkeit trotz Vielfalt der Perspektiven zu machen.“

Inzwischen ist der Ausländerrat Mitglied des vor einem reichlichen Jahr gegründeten „Bündnis gegen Rassismus“. Insgesamt hat dieses Bündnis, das beim Verein „Sächsischer Flüchtlingsrat“ in Dresden angesiedelt ist, knapp 40 Vereine, Verbände und andere Organisationen als Mitglieder.

hw

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