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Ausgeschwommen: Keine Fördermittel fürs Dresdner Sachsenbad

Trotz Petition Ausgeschwommen: Keine Fördermittel fürs Dresdner Sachsenbad

4000 Dresdner haben eine Petition unterschrieben und fordern, dass das Sachsenbad wieder als Schwimmbad genutzt wird. Doch Innenminister Markus Ulbig (CDU) stellte jetzt unmissverständlich klar: Für eine Reaktivierung des Schwimmbades gibt es keine Fördermittel.

Ein Schwimmbad wird das Sachsenbad nicht mehr.
 

Quelle: Franziska Schmieder

Dresden.  Das Schreiben von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) ist kurz, knapp und vernichtend: „Für den Fall, dass das Sachsenbad wieder in seine ursprünglichen Nutzung als Schwimmbad zugeführt werden soll, steht einer Förderung jedoch die aktuelle Förderung des Schwimmsportkomplexes Freiberger Platz entgegen“, heißt es darin und weiter: „Diese Förderung konnte seinerzeit im Wesentlichen nur auf der Grundlage der Bedarfsanalyse Hallenbäder vom Mai 2013 zugelassen werden, weil die Sanierung des Sachsenbades als Schwimmbad aus wirtschaftlichen Erwägungen danach kurz- und mittelfristig nicht mehr weiter verfolgt wird.“

Ulbig antwortet auf ein Schreiben von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), der die Petition zum Erhalt des Schwimmbades Sachsenbad auf die Neustädter Elbseite geschickt hatte. Nach dem Schreiben des Innenministers dürfte der letzte Zweifel beseitigt sein: Für eine Reaktivierung des Sachsenbades wird es keine Mittel geben. Für eine Rekonstruktion dagegen schon: Ulbig bringt das Landesprogramm Denkmalpflege, das Sonderprogramm Denkmalpflege und Mittel aus dem Bereich Städtebauförderung ins Gespräch.

Doch bevor die Stadt überhaupt Mittel beantragen kann, braucht sie ein Konzept für die Nutzung des Sachsenbades. Darauf zielte ein Antrag des CDU-Stadtrats Veit Böhm ab, der die Untersuchung von Nutzungsvarianten und sogar das Nachdenken über einen Verkauf der Immobilie forderte (DNN berichteten). Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hat den Antrag von Böhm jetzt mit diversen Ergänzungen einstimmig verabschiedet. Die SPD will keinen Verkauf, sondern eine Vergabe in Erbbaupacht. Die Linken wollen, dass der Bedarf an Schwimmflächen im Dresdner Nordwesten zusammen mit der Bevölkerungsprognose 2025 berücksichtigt wird. Die Grünen bringen eine Sanierung und eine Nutzung als Gesundheitsbad ins Gespräch.

„Es ist bedauerlich, dass für ein Schwimmbad keine Fördermittel fließen werden“, erklärte Böhm gegenüber DNN. „Ich bin froh über die breite Zustimmung zu unserem Antrag und hoffe auf eine große Kreativität in der Stadtverwaltung bei der Suche nach Nutzungsvarianten.“

Grüne-Stadträtin Kati Bischoffberger bedauerte die Ablehnung der Schwimmbad-Pläne durch das Innenministerium, die das überwältigende Votum von 4000 Dresdnern ignoriere. „Ich freue mich aber sehr über die Einigung und die konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit mit den anderen Stadträten im Stadtteil und im Ausschuss an dem ursprünglichen CDU-Antrag.“ Für die Grünen sei es wichtig, dass nach 20 Jahren des Verfalls eine Lösung für das Sachsenbad gefunden werde.

Der Stadtrat entscheidet auf seiner Sitzung am 26. Januar über den vom Bauausschuss verabschiedeten Antrag zum Sachsenbad.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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