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Ausbau des Parkhotels am Weißen Hirsch in Dresden geht langsam voran

Investor sprach mit den DNN Ausbau des Parkhotels am Weißen Hirsch in Dresden geht langsam voran

Café-Restaurant, Parkhaus, Eventräume, ein ausgebauter Dachstuhl, Hotellerie – all das plant Jens Hewald, seit 2016 alleiniger Betreiber des Parkhotels am Weißen Hirsch. Doch die Verwirklichung zieht sich in die Länge.

Das Parkhotel Weißer Hirsch ist eingerüstet.
 

Quelle: Sebastian Burkhardt

Dresden.  Wer davon geträumt hat, noch in diesem Jahr im Café des Parkhotels am Weißen Hirsch ein Stück Torte zu essen, muss von diesem Gedanken Abschied nehmen. Parkhotel-Eigentümer Jens Hewald hatte zwar bei einer Veranstaltung im April angekündigt, dass im besten Falle mit der Eröffnung eines kombinierten Café-Restaurants bis Weihnachten gerechnet werden kann. Doch die Verhandlungen mit möglichen Betreibern gestalten sich schwieriger, als zunächst gedacht.

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Investor Jens Hewald spricht über seine Pläne für die Zukunft

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„Ich bin selber ungeduldig und hätte es am liebsten, wenn alles so schnell geht wie möglich“, erklärt der Internet-Millionär, der das Hotel im Januar 2016 als alleiniger Eigentümer übernommen hatte. Doch das Parkhotel am Weißen Hirsch sei ein komplexes Konstrukt, „viele Befindlichkeiten“ müssten beachtet werden.

Inhaber Jens Hewald

Inhaber Jens Hewald

Quelle: Sebastian Burkhardt

Beim Thema Café und Restaurant kündigte Hewald nun aber gegenüber den DNN an, bald Nägel mit Köpfen machen zu wollen. Spätestens bis zum Frühjahr solle ein Betreiber gefunden und ein entsprechendes Konzept erarbeitet sein. Der Knackpunkt: Hewald schwebt eine Gesamtlösung vor. Ein möglicher Betreiber müsste sowohl die rund 300 geplanten Plätze für Café und Restaurant bewirtschaften und auch für Catering und Versorgung der Veranstaltungen im Parkhotel zur Verfügung stehen. Hewald ist klar, dass dies eine ziemlich hohe Einstieghürde für mögliche Interessenten darstellt. „Ich biete natürlich meine volle Unterstützung an und gehe auch gerne in Vorleistung.“ Er selbst werde aber auf keinen Fall als Betreiber in Frage kommen. Aktuell befinden sich noch das Lokal „Sushi und Wein“ und ein Frisör in den Räumen des ehemaligen Restaurants.

Und auch das Thema Hotelbetrieb hat der Berliner Investor vorerst auf Eis gelegt. So wäre der gesamte südliche Bereich entlang der Bautzner Landstraße aufgrund der Lautstärke vieler Veranstaltungen dafür ungeeignet. Lediglich in der Villa Romy kann sich Hewald weiter Hotelzimmer vorstellen. „Das wird aber sicherlich noch etwas dauern.“ Der Investor wolle zunächst das 1914 erbaute und denkmalgeschützte Hotel komplett durchsanieren. „Jedes Teil was wir anfassen, wird komplett erneuert. Wir machen keine halben Sachen und wollen die nächsten 20 bis 40 Jahre erstmal Ruhe haben.“

Der Parkhotel-Betreiber konzentriert sich derzeit voll auf den Ausbau zum Eventstützpunkt. Die ehemaligen Hotelzimmer an der Südseite sollen bis zum nächsten Jahr komplett saniert werden und anschließend als Tagungs- und Veranstaltungsräume bereitstehen. „Dann können wir endlich auch ein komplettes Programm anbieten, was über pure Veranstaltungen hinaus geht. Auch kleinere Firmen können dann bei uns ihre Events planen“, so Hewald.

Unter anderem wird gerade das Dach an der Westseite in Richtung Stechgrundstraße saniert, die anderen Abschnitte sollen folgen. Im April sprach Hewald noch von einer möglichen Aufstockung (ursprünglich war das Parkhotel schon damals eineinhalb Geschosse höher geplant). Doch da es keine originalen Baupläne mehr gibt, müssten erst aufwendige statistische Gutachten erstellt werden. „Stattdessen werden wir die Dachgeschosse ausbauen und Büros einrichten“, erklärt der Berliner. Erste Interessenten gebe es auch schon. Zudem will der 45-jährige auch zeitnah die Dachterrasse erneuern und gleich einen Zugang vom geplanten Restaurant aus einbauen.

Rund eine Million Euro will Hwald für ein Parkhaus im hinteren Bereich in Richtung Waldpark bereitstellen. Aktuell warte man auf eine Baugenehmigung und befinde sich mit dem Stadtplanungsamt in Gesprächen. Vor allem die Abtragung des Erdbodens und mögliche Zufahrten müssten noch geregelt werden. Ein kleiner Anbau im Innenhof wird gerade fertig gestellt. Damit soll seine überdachte Verbindung von Kakadu-Bar, Ballsaal und Blauem Salon möglich sein.

Insgesamt zieht Hewald eine positive Bilanz seines knapp zweijährigen Engagements am Weißen Hirsch. Vor allem im Herbst und über Weihnachten seien die Veranstaltungsräume weitgehend ausgebucht. „Alles was wir erwirtschaften, stecken wir direkt in die Sanierung“, erklärt der Berliner. Zudem wolle er in Zukunft auch vermehrt kulturelle Events und Angebote für Familien im Parkhotel etablieren.

Von Sebastian Burkhardt

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