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Aus Alt mach Neu: Alte Telefonzelle wird zur Büchertauschbörse

Bücherzelle für Löbtau Aus Alt mach Neu: Alte Telefonzelle wird zur Büchertauschbörse

Dresden ist seit dem 10. Oktober um eine neue öffentliche und kostenlose Büchertauschstation am Schillingplatz in Löbtau reicher. Das Besondere an der neuen Station ist, dass die ehemalige Telefonzelle transportabel ist und an neue Orte wandern kann.

Projektleiter Marc Schmidt erledigt die letzten Arbeiten vor der offiziellen Einweihung.
 

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Dresden.  Noch kann der Wind durch die ehemalige Telefonzelle pfeifen, doch Marc Schmidt vom Konglomerat e.V. ist bereits dabei, die letzten Fensterscheiben einzusetzen. Dann die neue Bücherzelle bereit, mit allerlei Lesestoff befüllt zu werden.Zwei Jahre hat es gedauert, bis der neue Bücherschrank aufgestellt werden konnte. Das hatte seine Gründe, weiß Projektleiter Marc Schmidt.

Er hat zusammen mit dem Werk.Stadt.Laden, welcher das Projekt betreut, und der Dresdner Stadtplanung an den Entwürfen gearbeitet. „Allein der Papierkram hat uns neun Monate lang beschäftigt“, erzählt Schmidt. So waren an dem aktuellen Standort Schillingplatz denkmalschutzrechtliche Bestimmungen zu beachten sowie die unterirdischen Leitungen. Das erforderte eine Menge Anträge. Außerdem sollte die Bücherzelle ein bewegliches Fundament bekommen. Die Lösung ist eine Stahlplatte, welche das Unternehmen Seidel Werkzeugbau anfertigte. Somit ist es künftig möglich, die Bücherzelle an anderen Orten in der Stadt aufzustellen. Doch am Schillingplatz soll sie erst einmal eine Weile bleiben. „Der Platz kann eine Belebung gut gebrauchen. Unter anderem dank der Schule und Kita kommen häufig Leute vorbei“, so Schmidt. Das Innere der Bücherzelle ist beleuchtet und so können sich Interessierte auch am Abend noch ein Buch zum Schmökern raussuchen. Bald wird auch noch Wlan eingerichtet und die gesamte Elektrik mittels einer Solarzelle betrieben.

Projektleiter Marc Schmidt erledigt die letzten Arbeiten vor der offiziellen Einweihung

Projektleiter Marc Schmidt erledigt die letzten Arbeiten vor der offiziellen Einweihung. Die Fenster müssen noch eingesetzt werden.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Nun muss noch nachträglich Geld gesammelt werden, um die Kosten für die Zelle zu decken. Das erste Ziel sind 1 500 Euro, damit könnten alle bereits entstandenen Kosten refinanziert werden. Kommen 2 100 Euro zusammen, können künftig Gestaltung, Instandhaltung und andere anfallende Kosten gedeckt werden. In wenigen Tagen soll die Crowdfunding-Kampagne dazu beginnen. Damit wird gleichzeitig das Design in Angriff genommen, denn bis jetzt ist die alte Telefonzelle lediglich weiß. Jeder, der zehn Euro spendet, kann seinen Namen oder einen Spruch verewigen lassen. Ab 20 Euro wird das Wunschmotiv des Spenders auf die Bücherzelle geklebt. „Da es sich um ein öffentliches Objekt handelt, müssen wir vorher eine Auswahl treffen und können nicht jeden Quatsch aufkleben. Aber wir haben viel Humor!“ heißt es vom Konglomerat e.V. . So soll die Bücherzelle Schritt für Schritt bunter werden und alle Spender können sich am Ende daran wiederfinden.

Marc Schmidt wünscht sich, dass das Tauschprinzip Einzug hält und so immer mal wieder neue Bücher den Weg in die Zelle finden. Für die erste Befüllung sind bereits genug Exemplare vorhanden. Trotzdem freut sich der Werk.Stadt.Laden am Jagdweg 1-3 über weitere Bücherspenden.

Crowdfunding: www.startnext.com/buecherzelle

mehr Infos unter www.konglomerat.org

Von Lisa-Marie Leuteritz

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