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Lokales Aufgeben gilt nicht: Neue Bäume für den Apfelgarten
Dresden Lokales Aufgeben gilt nicht: Neue Bäume für den Apfelgarten
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08:01 07.05.2018
Martina und Klaus Jentsch mit Lenka Hüblová und Volker Croy (v.l.) bei der Baumpflanzung. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Nachdem im Strehlener Gemeinschaftsgarten “Apfelgarten“ in der Vergangenheit immer wieder Obstbäume von Unbekannten abgesägt wurden und zuletzt ein großer Wassertank verschwand (DNN berichtete), fand am Sonnabend eine Pflanzaktion statt. In den Boden gebracht wurden u.a. drei Apfelbäume. Gespendet hat sie die Staudengärtnerei Jentsch, die ebenfalls in Strehlen ansässig ist.

„Wir haben die Berichte in der Zeitung verfolgt und schließlich beschlossen, die Gemeinschaftsgärtner hier zu unterstützen“, so Klaus Jentsch. Seine Tochter Martina Jentsch, Gärtnereiinhaberin, grub auf dem Gemeinschaftsgartengelände an der Ecke Zellescher Weg/ Teplitzer Straße eines der Bäumchen selbst ein.

„Wir freuen uns über die Spende wirklich sehr. Und darüber, welche Bäume die Familie Jentsch ausgewählt hat. ‚Finkenwerder Herbstprinz’, ‚Champagnerrenette’ und ‚Ananasrenette’ sind drei alte Apfelsorten!“ strahlte Apfelgärtner Volker Croy. Der Gartenbauingenieur und Kleingartenfachberater hat in dem Gemeinschaftsgarten, in dem rund 15 Menschen mittlerweile regelmäßig gärtnern, die fachliche Anleitung übernommen. „Die Bäume wurden relativ dicht gepflanzt. „Wir wollen sie als Spindeln erziehen“, so die Erklärung.“

Bei der Baumpflanzung waren auch Gemeinschaftsgärtner aus Ústí nad Labem in Tschechien anwesend. „Dort gibt es inzwischen zwei Gemeinschaftsgärten“, weiß Croy. „Sie haben eine Abordnung nach Dresden geschickt, um sich anzusehen, wie wir das hier machen.“

Der Tag begann mit einem Vortrag über Permakultur im Apfelgarten, dann folgten Besuche in den Internationalen Gärten und dem Gemeinschaftsgarten in Prohlis. Am Nachmittag pflanzten dann alle zusammen im Apfelgarten Bäume, tauschten sich fachlich aus und saßen zusammen bei Kaffee, Kuchen und herzhaften Sachen vom Grill.

Für die Apfelgärtner in Strehlen, die in den zurückliegenden Wochen auf ihrem Areal zahlreiche Hochbeete angelegt, Gemüsebeete bestückt und viele Johannisbeersträucher gepflanzt haben, gab es am Sonnabend noch einen Grund zur Freude. Alle von dem oder den Unbekannten abgesägten Obstbäumchen haben – wie zum Trotz - wieder ausgetrieben.

Von Catrin Steinbach

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