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Lokales Aufbau der Abteilung für Plastische und Handchirurgie am Uniklinikum abgeschlossen
Dresden Lokales Aufbau der Abteilung für Plastische und Handchirurgie am Uniklinikum abgeschlossen
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11:00 01.08.2018
Prof. Dr. Adrian Dragu, Leiter der Abteilung Plastische und Handchirurgie am Uniklinikum Dresden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Dresdner Uniklinik hat jetzt mit dem Aufbau einer neuen Abteilung eine Versorgungslücke geschlossen. Es handelt sich um die Plastische und Handchirurgie. Patienten der Uniklinik mit komplexen Verletzungen, umfassenden Gewebedefekten zum Beispiel nach Tumoroperationen oder auch mit schweren Verbrennungen müssen nicht mehr in Spezialkliniken außerhalb – zum Beispiel nach Leipzig, nach Radebeul oder Görlitz – verlegt werden.

60 Bewerbungen auf drei Stellen

„Wir können sie jetzt hier am Standort versorgen. Wir bieten das gesamte Spektrum von Handchirurgie über Verbrennungschirurgie, rekonstruktive Mikrochirurgie sowie ästhetischer Chirurgie“, erklärt Prof. Dr. Adrian Dragu, der Leiter der neuen Abteilung. Eine Konkurrenz der Mediziner an den verschiedenen Standorten sieht er nicht. „Es gibt so viele Patienten.“

Der 44-jährige gebürtige Ansbacher ist seit 18 Jahren plastischer Chirurg, war zuletzt Chefarzt der Klinik für Plastische und Handchirurgie mit Schwerbrandverletztenzentrum am Klinikum St. Georg in Leipzig. „Ich dachte, dort bin ich angekommen. Doch dann kam vergangenes Jahr der Ruf aus Dresden, die Abteilung hier am Uniklinikum neu aufzubauen“, so Dragu.

Eine Uni-Professur an einer deutschen Hochschule zu bekommen sei etwas Besonderes. Ihn reize die Verbindung zwischen praktischer Medizin, Forschung und Lehre. So beschäftige er sich beispielsweise mit dem Thema Knochenzüchtung, um Knochendefekte durch Infektionen oder nach schweren Unfällen zu rekonstruieren.

„Ich habe mit einem Oberarzt und einem Assistenzarzt, die aus Leipzig mitgekommen sind, am 1. Juli 2017 in Dresden bei Null angefangen. Momentan zählt das Team sechs Ärzte, ab 1. August neun. Dann sind wir komplett“, so der Leiter der Abteilung Plastische und Handchirurgie, die am UniversitätsCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie angesiedelt ist. Auf die Ausschreibung der drei Stellen habe es 60 Bewerbungen gegeben. Eine Zahl, die für das Renommee der Uniklinik und von Prof. Dragu spricht.

„Wir scheuen nicht vor Hochrisiko-Operationen zurück.“

Vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2018 seien in der neuen Abteilung bereits 1350 Operationen durchgeführt, 597 Patienten stationär versorgt worden. „Wir operieren sechs Tage die Woche, bieten einen 24-Stunden Replantationsdienst an.“ Das Uniklinikum liege, was den Schweregrad der Erkrankungen betreffe, die behandelt werden, deutlich über dem Durchschnitt.

„Jeden Tag kommt eine E-Mail aus einem Krankenhaus in der Peripherie mit einem Hilferuf von Kollegen, die bei einem Patienten mit einer sehr schweren Erkrankung nicht mehr weiter wissen“, erzählt Adrian Dragu aus seinem Alltag. „Wir übernehmen diese Patienten, scheuen nicht vor Hochrisiko-Operationen zurück.“ So operiert das Team von Prof. Dragu auch Menschen mit Adipositas nach einer Gewichtsreduktion.

Die Abteilung Plastische und Handchirurgie wird einer der Nutzer des neuen Operativen Zentrums, das gegenwärtig auf dem Gelände der Uniklinik entsteht und am 21. August offiziell eingeweiht wird. Die Inbetriebnahme erfolge dann schrittweise bis Ende dieses Jahres, hieß es auf DNN-Anfrage aus der Pressestelle.

Von Catrin Steinbach

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