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Lokales Asylbewerberheim im Hotel "Prinz Eugen": Bürgerinitiative attackiert Stadt
Dresden Lokales Asylbewerberheim im Hotel "Prinz Eugen": Bürgerinitiative attackiert Stadt
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12:03 04.11.2015
Quelle: dpa/Archiv
Dresden

Anwohner haben Dienstagabend einmal mehr vor dem Hotel "Prinz Eugen" in Laubegast gegen das geplante Asylbewerberheim protestiert. In dem Gebäude haben nach Angaben der Stadt bereits die ersten Umbauarbeiten begonnen. 115 Asylbewerber sollen in das Hotel einziehen. Laut Stadt ist bereits ein Sicherheitsdienst rund um die Uhr vor Ort.

Die Bürgerinitiative "Mein Laubegast" um Kenneth Köth protestierte in einem Offenen Brief erneut gegen die Umnutzung des Hotels. Vor dem Verwaltungsgericht Dresden laufe eine Klage gegen die Pläne der Stadt, heißt es in dem Schreiben. Das Gebäude weise gravierende Baumängel auf und könne ohne kostenintensive Umbauten nicht als Unterkunft für Asylbewerber genutzt werden. Diese Aussage dementierte die Stadt.

Die Bürgerinitiative forderte die Stadt auf, den Kaufpreis für das Gebäude zu nennen. Im Gespräch war bisher eine Summe von 3,1 Millionen Euro. Die Stadt verwies darauf, dass mit dem Verkäufer Stillschweigen vereinbart worden sei. "Die Stadt ist zu Transparenz im städtischen Haushalt gegenüber ihren Einwohnern verpflichtet", heißt es in dem Schreiben der Bürgerinitiative. Käufer des Gebäudes ist nicht die Stadt, sondern die städtische Tochtergesellschaft Stesad GmbH.

Die Bürgerinitiative forderte die Stadt auf, ihre Kommunikationsstrategie zu beenden. "Wir sind mündige Bürger. Behandeln Sie uns auch so", heißt es. Die Taktik, erst Fakten zu schaffen und dann die Bevölkerung zu informieren, verstärke den Unmut der Einwohner, so die Bürgerinitiative. Die Stadt sei verpflichtet, ihre Einwohner ernst zu nehmen und zu informieren. "Tun Sie es endlich!", heißt es in dem Schreiben. Laut Stadt soll der Termin für eine Bürger-Informationsveranstaltung in Kürze mitgeteilt werden.

Thomas Baumann-Hartwig

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