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Lokales Argentinischer Humboldt-Stipendiat forscht an der TU Dresden
Dresden Lokales Argentinischer Humboldt-Stipendiat forscht an der TU Dresden
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08:52 26.04.2018
Dr. Marcos M. Soldera forscht an organischer Elekronik. Quelle: Veronica Somaglia
Dresden

Der argentinische Elektronik-Experte Dr. Marcos M. Soldera ist in die sächsische Landeshauptstadt gezogen, um mit seinem Know-how eine Dresdner Spezialität zu verbessern: organische Elektronik. Der 34-Jährige wird zwei Jahre lang bei Professor Andrés Lasagni am Lehrstuhl für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung als Humboldt-Stipendiat forschen. Das hat am Donnerstag die TU Dresden mitgeteilt.

Indem er kohlenwasserstoff-basierte und anorganische Materialien kombiniert, hofft Soldera die Licht- und Energieausbeute heutiger organischer Solarzellen und Leuchtdioden (OLEDs) nach oben zu treiben. Dabei setzt er auf das Mineral Perowskit. Um seinen Doktortitel zu erlangen, hatte der studierte Elektroniker zunächst an der „Universidad Nacional de Cuyo“ in Argentinien eine spezielle Vakuumkammer entworfen, in der er besondere Solarzellen nach dem Sandwich-Prinzip erzeugen konnte: aus übereinandergestapelten Schichten von Perowskit und organischen Halbleitern, von denen jeweils zehn bis 1000 Nanometer (Millionstel Millimeter) dünn ist. Zudem entwickelte der Argentinier mathematische Modelle, um vorauszusagen, welche „Sandwich-Rezepte“ zu besonders effizienten Solarzellen führen könnten.

Davon profitieren nun beide Seiten: Soldera kann nun im europäischen Mekka der Organikelektronik an vorderster technologischer Front forschen. Und die Dresdner wollen gerne die Effizienz ihrer organischen Solarzellen erhöhen – bisher ein Manko der biegsamen und leichten Alternativen zu Silizium-Solarzellen. Möglicherweise kann dabei auch die spezielle Lasertechnologie helfen, die sein Gastgeber Prof. Lasagni entwickelt hat: Damit lassen sich faszinierende Nanostrukturen auf vielen Materialien erzeugen.

Von DNN

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