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Lokales Arbeitskampf: 200 Angestellte im öffentlichen Dienst bei Warnstreik in Freital bei Dresden
Dresden Lokales Arbeitskampf: 200 Angestellte im öffentlichen Dienst bei Warnstreik in Freital bei Dresden
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22:45 09.09.2015

Mit einer Protestkundgebung vor dem eigens eingerichteten zentralen Streiklokal verliehen die aus verschiedenen Regionen Sachsens angereisten Beamten ihrem Anliegen lautstark Nachdruck.

Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi folgten in ganz Sachsen mehr als 1000 Angestellte des öffentlichen Dienstes dem Aufruf zum Warnstreik. So blieben etwa in Freital 18 Kindergärten geschlossen. Für absolute Notfälle war lediglich die Kita Regenbogen in der Rabenauer Straße teilweise geöffnet.

In Dresden fiel die Streikbereitschaft geringer aus als zunächst angenommen. So legten etwa nur vereinzelt Beschäftigte der Bundeswehr-Dienstleistungszentrale die Arbeit nieder. Der Leiter der Behörde, Frank Ringhof, sagte gegenüber DNN-Online: "Ich persönlich habe lediglich von einer Mitarbeiterin Kenntnis, die heute Morgen in den Shuttle-Bus der Gewerkschaften nach Freital gestiegen ist."[gallery:700-NR_DNN_GALLERY_15407]

Auch im Dresdner Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) lief der Betrieb wie gewohnt weiter. Der Aufruf zum Streik sei in der Belegschaft weitgehend auf wenig Interesse gestoßen, so eine Mitarbeiterin. Jürgen Becker von Verdi-Dresden erklärte hingegen, Zeitnot und organisatorische Schwierigkeiten hätten die Teilnahme der WSA-Angestellten an den Protestaktionen verhindert. Einschränkungen in der Erreichbarkeit der Behörden waren nirgends zu verzeichnen.

Am Streik beteiligt haben sich dagegen rund 30 Angestellte der Dresdner Stadtentwässerung sowie der Dresdner Sparkassen. Letztere reisten gemeinsam mit Kollegen der Meißner Dependancen zu einer Streikveranstaltung inm vogtländischen Plauen.

Auch in anderen Landesteilen kam es zu Streikaktionen des öffentlichen Dienstes. So legten etwa in Halle, Plauen, Magdeburg Mitarbeiter der Stadtreinigungen die Arbeit nieder, in Weißkeißel bei Niesky blieb der Truppenübungsplatz der Bundeswehr geschlossen.

Anlass für den Warnstreik sind die am 12. und 13. März anstehenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. "Mit der Aktion wollten wir im Vorfeld den Druck auf die Arbeitgeberverbände erhöhen", so Becker. Sollten in der kommenden Verhandlungsrunde keine vernünftigen Angebote auf den Tisch kommen, drohen nach Auskunft Beckers erneute Warnstreiks im Vorfeld der folgenden Rund am 28./29. März.

Jane Jannke und Stefan Schramm

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