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Lokales Arbeitseinsatz auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden
Dresden Lokales Arbeitseinsatz auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden
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18:00 31.10.2016
Gemeindemitglieder, Grabpaten, Denkmalschützer vom Verein „Denk Mal Fort!“ und Interessierte schneiden, kehren zusammen und rupfen aus. Quelle: fs
Dresden

Auf Laub und jungen Birken liegt am Reformationstag das Hauptaugenmerk der 30 bis 40 Freiwilligen, die sich am Arbeitseinsatz auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden beteiligen. Gemeindemitglieder, Grabpaten, Denkmalschützer vom Verein „Denk Mal Fort!“ und Interessierte schneiden, kehren zusammen und rupfen aus, die Männer wie vorgeschrieben mit Kippa oder anderweitiger Kopfbedeckung. „Traditionsgemäß werden ja im Herbst die Gräber winterfest gemacht“, erklärt der Denk Mal Fort!- und FDP-Kreisvorsitzende Holger Hase die Terminwahl.

Arbeitseinsatz auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden

Bei dem seit 2014 jährlich stattfindenden freiwilligen Arbeitseinsatz werden über 2000 zum Großteil verwaiste Gräber von herabgefallenem Laub und jungen Birkentrieben befreit. Die historischen Grabstätten – 708 stammen aus dem 19. Jahrhundert, 2009 aus der Zeit zwischen 1900 und 1945 - haben gemäß jüdischer Tradition ewiges Ruherecht. „Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg sind aber nur noch wenige Nachfahren da, die sich um die Grabstätten kümmern können“, erklärt Eva Rietze von der jüdischen Gemeinde. Und der einzige Friedhofsgärtner kann das anfallende Arbeitspensum allein nicht bewältigen.

Sind Laub und Wildwuchs für dieses Jahr beseitigt, kommt allerdings der schlechte Allgemeinzustand der Grabmalsubstanz zum Vorschein: Etliche Grabstellen sind einsturzgefährdet, manche Grabsteine bereits umgekippt.

Von Franziska Schmieder

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