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Lokales Anwohnerprotest gegen P+R Bühlau
Dresden Lokales Anwohnerprotest gegen P+R Bühlau
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08:32 18.05.2018
Ob diese Fläche Parkplatz wird, entscheidet der Stadtrat (B-Plan 3000 Dresden Bühlau Nr. 9). Quelle: Quelle: Stadt/Grafik: Eylert
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Dresden

In Bühlau fehlen seit dem Ausbau des Gymnasiums an der Quohrener Straße Parkplätze für Pendler. Darüber sind sich alle einig. Doch über das „Wo“ herrscht Streit. Am Donnerstag diskutiert der Stadtrat über eine Beschlussvorlage von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen), der nahe der Grundstraße rund 120 Pendler-Parkplätze schaffen will.

Doch aus den Reihen der Anwohner gibt es Gegenwind gegen die geplante Parkfläche hinter dem Aldi, zwischen Grund- und Neukircher Straße. Die Lage sei ungeeignet und würde die Verkehrssituation auf der Bautzener Landstraße zusätzlich verschlimmern, sagt Michael Goldammer. Er plant zusammen mit anderen Gegnern des Vorhabens um 15 Uhr eine Protestaktion vor der Stadtratssitzung im Rathaus.

Initiative kritisiert hohe Kosten

Auf rund 1,54 Millionen Euro würden sich allein die Planungs- und Baukosten für den neue P+R-Platz summieren. Das entspricht rund 13 000 Euro je Parkplatz. Nach Berechnungen der „Initiative gegen P+R an der Grundstraße“ sind die Kosten im Vergleich zu anderen Park-Angeboten in Dresden besonders hoch. Beispielsweise seien an der Waldschlösschenbrücke nur rund 4 000 Euro pro Parkplatz ausgegeben worden.

Neben hohen Kosten fürchtet die Initiative noch mehr Stau auf der Bautzener Landstraße und den angrenzenden Abzweigungen. Für Pendler ergebe sich eine ungünstige Verkehrsführung mit teilweise mehrmaligem Linksabbiegen.

Mehr Stau und schlechte Luft?

„Es ist mithin abzusehen, dass der Parkplatz durch Anwohner oder Anlieger und nicht durch Pendler genutzt werden wird“, sagt Goldammer. Dass bedeute mehr Lärm und schmutzige Luft für die Anwohner des Gebietes, das im Flächennutzungsplan der Stadt als „Wohnbaufläche mit hohem Grünanteil“ ausgewiesen ist. Um den P+R auf der jetzigen Grünfläche zu errichten, müsste also zunächst der Flächennutzungsplan geändert werden.

Der Wehrleiter der Stadtteilfeuerwehr Frank Pfeiffer hat äußert ebenfalls Bedenken. Seiner Meinung nach „ist der geplante P+R Parkplatz an dieser Stelle völlig fehl am Platz“. Er befürchtet ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, dass die Feuerwehr bei Einsätzen behindern könnte.

Schlechte Karten für Gegenvorschlag Rossendorfer Straße

Der Gegenvorschlag sieht P+R-Plätze nahe der Rossendorfer Straße vor. Die Voraussetzung ist, dass die Wendeschleife der Straßenbahnlinie 11 am Ullersdorferplatz weiter nach hinten in Richtung Rossendorfer Straße verlegt wird. Auf dem jetzigen Feld könnten dann 165 P+R Parkplätze vor den Toren des Stadteilzentrums Bühlau entstehen.

Möglich wäre im Anschluss auch eine Verlängerung der „11“ bis nach Weißig. Im aktuellen Entwicklungsplan „Stadtbahn 2020“ für die Zukunft des Dresdner Straßenbahnennetzes wurde diese Option bisher nur mit der niedrigsten Wichtigkeitsstufe 3 bedacht.

Stadtrat wird vermutlich zustimmen

Trotz der Anwohnerproteste wird die Vorlage im Stadtrat wohl eine Mehrheit erhalten. Die CDU hat Zustimmung signalisiert, auch die SPD hält das Papier trotz einiger Probleme für zustimmungsfähig. „Der Platz liegt nicht optimal“, findet Hendrik Stalmann-Fischer, Baupolitiker der Sozialdemokraten. Dennoch brauche die Stadt dringend Kapazitäten für P+R an dieser Stelle. „In Bühlau ist es attraktiv, auf den ÖPNV umzusteigen, weil man mit dem Auto genauso schnell in der Stadt ist wie mit der Straßenbahn.“

Von Tomke Giedigkeit und Thomas Baumann-Hartwig

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