Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Anwohner in Strehlen sind sauer über mangelhafte Informationspolitik
Dresden Lokales Anwohner in Strehlen sind sauer über mangelhafte Informationspolitik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:48 24.08.2017
„Wir Anwohner haben von den Bauarbeitern vom Beginn der Arbeiten erfahren und nicht etwa durch eine Information im Briefkasten“, ärgert sich Anwohnerin Bianca Träger. Quelle: Anja Schneider
Dresden

 Was bitte machen die Herren in den orangfarbenen Jacken vor unserer Haustür? Das fragte sich vor wenigen Tagen Bianca Träger, Anwohnerin der Dorotheenstraße in Strehlen . Die Herren stellten Halteverbotsschilder auf. Sechs Tage vor Beginn einer von langer Hand geplanten Baumaßnahme. „Wir Anwohner haben von den Bauarbeitern vom Beginn der Arbeiten erfahren und nicht etwa durch eine Information im Briefkasten“, ärgert sich die Mutter von zwei Kindern.

Bianca Träger ist Abo-Kundin der Dresdner Verkehrsbetriebe und liest den Newsletter aufmerksam. Aber auch dort stand nichts über den bevorstehenden Umbau der Haltestelle Hugo-Bürkner-Straße und den Gleisbau auf der Reicker Straße. Wegen der schwierigen Umleitungsstrecke muss die Mutter jetzt mit ihren Kindern zur Kindertagesstätte auf dem Rudolf-Bergander-Ring laufen. „Und das erfährt man nicht direkt von den Verkehrsbetrieben? Ich bin sehr verärgert.“

Aber auch der Umgang mit den Anwohnern der Dorotheenstraße lasse zu wünschen übrig. Wenn die Baumaßnahme von langer Hand geplant worden sei, hätte man sich ja durchaus mal Gedanken darüber machen können, wo die Anwohner denn ihre Autos parken sollen, findet Bianca Träger. Aber erst am vergangenen Freitag habe die Stadt reagiert und Verhandlungen mit dem Inhaber einer ehemaligen Gartenbaufläche über einen Interimsparkplatz aufgenommen. „Warum fällt das niemandem früher ein?“, fragt sie. Auch das Ordnungsamt sollte sich kulant zeigen und das Halteverbot nicht auf Biegen und Brechen durchsetzen. „Wir müssen ja wenigstens unsere Einkäufe ins haus tragen dürfen.“

Gegen Bauarbeiten sei nichts einzuwenden, meint die Dresdnerin. „Aber wir können etwas Bürgerfreundlichkeit und frühzeitige Informationen erwarten“, findet sie.

Die Informationspolitik nehmen die Verkehrsbetriebe auf ihre Kappe. „Wir haben tatsächlich erst in der vergangenen Woche informiert. Wir wollten die Stadtfestbesucher noch per Bahn befördern und haben deshalb den Baustart auf Montag verschoben. Leider haben sich damit der Druck und die Auslieferung der Flyer verschoben“, erklärte Sprecher Falk Lösch.

Da auf der Reicker Straße gebaut wird, dürfe sie nur einspurig in Richtung Stadtmitte befahren werden. Davon seien auch die Ersatzbusse betroffen. Ab 4. September würden die Busse wieder in beiden Richtungen über die Reicker Straße fahren. „Dann kann Frau Träger ihre Kinder wieder bequemer in die Kindertagesstätte bringen.“ Die Dorotheenstraße sei die einzige Umleitungsalternative zur gesperrten Cäcilienstraße, so Lösch. „Deshalb müssen die Parkplätze vorübergehend weichen. Eventuell lassen sich einige Plätze schon vor der Beendigung unserer Bauvorhaben wieder freigeben“, so der Sprecher der Verkehrsbetriebe.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Verein „DenkMalFort“ lädt am 27. August zu einer Führung über den Annenfriedhof an der Chemnitzer Straße ein. Um 15 Uhr erzählen Christian Mögel und Heike Richter Hintergründe zu den hier begrabenen Berühmtheiten, wie beispielsweise der Maler Julius Schnorr von Carolsfeld.

24.08.2017

Thuy Thi Luong ist 32 Jahre jung und versteht sich selbst als Deutsche mit vietnamesischen Wurzeln. Geboren wurde sie in Hai Duong. Inzwischen sächselt die charmante junge Dame fließend, hat eine achtmonatige Tochter namens Emma im Arm. DNN-Mitarbeiter Heiko Weckbrodt hat sie über den Weg dorthin ausgefragt.

24.08.2017

Ein Mann rennt – ohne zu schauen – auf die Straße. Ein 75-jähriger Fahrer kann gerade noch bremsen. Statt sich zu bedanken, zertrümmerte der Verkehrsrowdy mit einer Bierflasche die Auto-Frontscheibe – und verprügelte dann den Rentner.

24.08.2017