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Lokales Anwohner fordern mehr Verkehrssicherheit
Dresden Lokales Anwohner fordern mehr Verkehrssicherheit
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11:27 04.02.2016
Schüler auf dem Weg zum Bahnhof Klotzsche haben an der Boltenhagener Straße keine Querungsmöglichkeiten. Christian Loroch (l.) und Kay Lederer gehen das Problem jetzt an.  Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Aus der Sicht der Anwohner Kay Lederer und Christian Loroch besteht auf der Boltenhagener Straße gleich mehrfach Handlungsbedarf. „Wir bemängeln zum einen die fehlenden Querungsmöglichkeiten für Kinder, Schüler und ältere Menschen auf dem Königswaldplatz und an der Kreuzung zur Königsbrücker Landstraße. Zum anderen halten wir Tempo 50 auf dem Abschnitt zwischen den beiden Kreuzungen für viel zu hoch“, erklärt Rechtsanwalt Christian Loroch.

Zusammen mit seinem Nachbarn Kay Lederer ergriff er die Initiative. „Wir haben gemeinsam ein Anliegen an die Stadt formuliert und Unterschriften gesammelt“, so Kay Lederer. Bis auf zwei Ausnahmen unterschrieben alle Anwohner des betroffenen Straßenabschnittes. „Alle Straßen um die Boltenhagener Straße herum haben Tempo 30, sogar die Königsbrücker Landstraße. Nur bei uns wird gerast“, ergänzt Christian Loroch.

Zudem wird der betroffene Abschnitt vorwiegend als Schulweg für Grund- und Oberschüler genutzt, da er direkt zum Bahnhof Klotzsche führt. Das ist auch aus dem offiziellen Schulwegplan der Stadt ersichtlich. Die 82. Grundschule „Am Königswald“ stufte aufgrund einer eigenen, unabhängigen Untersuchung zwischen 2014 und 2015 die drei von den Anwohnern beschriebenen Problemzonen ebenfalls als potenzielle Gefahrenzonen ein.

„Noch ist nichts passiert - zum Glück. Aber wir wollen nicht auf den ersten Unfall warten, sondern die Verantwortlichen auf die Gefahrenstellen aufmerksam machen“, erklärt Anwohner Kay Lederer. Im Juli 2015 übergaben die beiden Anwohner dann das gemeinsame Anliegen an die Stadt. Die Antwort fiel kurz und schmerzlos aus. Alle geforderten Veränderungen können nicht realisiert werden. „Tempo 30 auf der Boltenhagener Straße sei nicht durchsetzbar, da es sich um eine Hauptverkehrsstraße handelt“, so Loroch. Für die Kreuzung Boltenhagener Straße / Königsbrücker Landstraße sei laut Stadt kein Fußgängerüberweg durchführbar, da es sich um eine sogenannten Vorfahrtsstraße handelt. Zudem führte das Straßen- und Tiefbauamt an, dass aufgrund einer Fußgänger- und KFZ-Zählung aus dem Jahr 2013 kein „dringender Handlungsbedarf“ besteht.

Was den Königswaldplatz anbelangt, spielen vor allem finanzielle Hürden eine Rolle. „Es wurde die Möglichkeit einer Verkehrsinsel geprüft. Die Vorplanung ergab, dass sowohl eine nicht unerhebliche Umverlegung von Versorgungsleitungen als auch eine Verschwenkung des Bordverlaufes nötig ist. Es würde ein erheblicher finanzieller und baulicher Aufwand entstehen“, erklärt Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Deshalb entschied man sich 2014, die Querungsbedingungen für Fußgänger mittels Sperrflächen und einer neuen Beschilderung zu verbessern. „Nach unserer Einschätzung hat sich das bewährt“, so Koettnitz.

Linke-Stadträtin Anja Apel sieht das anders: „Die Antwort der Verwaltung ist nicht akzeptabel. Es wurde damals extra eine Umgehung über die Grenzstraße gebaut, um den Verkehr auf der Boltenhagener Straße zu beruhigen. Und selbst dort ist aus Rücksicht vor den Anwohnern stellenweise Tempo 30.“ Die Anwohner geben jedenfalls nicht auf. Der Ortsbeirat Klotzsche stimmt kommenden Montag darüber ab, ob es eine offizielle Bitte an den Oberbürgermeister geben wird, einen Vertreter aus dem Straßen- und Tiefbauamt in eine der kommenden Sitzungen zu entsenden. Linke, SPD und Grüne haben bereits Zustimmung signalisiert.

Von Sebastian Burkhardt

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