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Lokales Anti-Grenz-Kunstinstallation an der Dresdner Elbe
Dresden Lokales Anti-Grenz-Kunstinstallation an der Dresdner Elbe
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17:44 14.04.2016
Seit Montag steht am Dresdner Elbufer eine Kunstinstallation der Gruppe „grenzenlos“.  Quelle: Gruppe „grenzenlos“
Dresden

 Eingerahmt in Nato-Draht - am Elbufer wurde am Montag eine Kunstinstallation angebracht, die den bekannten Canaletto-Blick auf die Altstadtsilhouette an die neue außenpolitische Situation angepasst hat. Initiatoren dieser Aktion sind Aktivisten der Gruppe „grenzenlos“, die damit die Grenzen Europas aus der Ferne in die Innenstadt und damit in das Bewusstsein der Menschen bringen möchten.

Die Gruppe „grenzenlos“ installierte am Montag eine Kunstinstallation an der Elbe

Mit der Aktion spielen sie auf die Zustände im griechischen Grenzsammellager Idomeni an. Die Aktivisten betonen dabei die besondere Rolle Deutschlands: „Deutschland ist Produzent von Fluchtursachen“, sagt Luca Fricke, Sprecher der Gruppe. „Aus diesem Grund ist Dresden und die zugehörige Kulisse ein passender Ort für diese Installation.“

Die Aktion ist Teil der bundesweiten Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“. Unter dem Motto „Gegen die Festung Europa und ihre Fans“ richtet sich die Kampagne gegen Rassismus und Abschottung.

Verärgert war hingegen die Volkshochschule Dresden e.V., denen die Bauzäune gehören. An denen hängen normalerweise Hinweistafeln zum Spendenaufruf für das Projekt zum Erhalt des Canaletto-Blicks, ein Ensemble bestehend aus einer Staffelei, einer Sitzbank und Treppe aus Sandstein die bald wieder an der Stelle aufgestellt werden sollen. Die Hinweistafeln wurden von den Aktivisten abgerissen. Die Volkshochschule Dresden e.V. hat Anzeige erstattet. Die Aktion erfolgte ohne Genehmigung und Abstimmung mit dem Verein der Volkshochschule als Eigentümer der Bauzäune und Träger der "Initiative zum Erhalt des Canaletto-Blick". Bereits am Dienstag wurde der Ursprungszustand wieder hergestellt.

Von jw

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