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Lokales Angeklagter wollte Diebesgut nach Polen schmuggeln
Dresden Lokales Angeklagter wollte Diebesgut nach Polen schmuggeln
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09:15 11.09.2018
Ein Schnitt in der Plane eines Lkw. So kundschaften die Diebe die Ladung aus. Quelle: picture alliance / dpa
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Dresden

Man nennt sie „Planenschlitzer“, die Diebe, die nachts auf Parkplätzen die Laster schlafender LKW-Fahrer plündern, indem sie die Planen aufschlitzen oder die Ladeflächen aufbrechen. Die Waren werden dann auf andere Fahrzeuge umgeladen und wenn die Fahrer später aufwachen und den Schaden bemerken, sind die Ganoven schon lange über alle Berge. Die Banden sind nur auf hochwertige Ladungen aus, gut organisiert und auf Parkplätzen in ganz Europa unterwegs. Nur in seltenen Fällen werden die Täter ermittelt. Marcin Jozef G.soll Mitglied einer solchen Bande aus Polen gewesen sein und stand am Montag vor dem Amtsgericht.

Am 18. Oktober vergangenen Jahres fiel er auf dem Autobahnparkplatz „Am Eichelberg“ zwischen Hermsdorf und Ottendorf-Okrilla Polizeibeamten auf. Die kontrollierten seinen LKW und wurden fündig. Der Pole hatte 32 Kisten mit insgesamt 1600 Epiliergeräten geladen. Der Wert der hochwertigen Haarentfernungsgeräte betrug rund 69.000 Euro. Sie waren in der Nacht zuvor aus einem Sattelschlepper auf einem Parkplatz in Frankreich gestohlen, umgeladen und nach Deutschland gebracht worden.

Er habe den Auftrag gehabt, den LKW in Erfurt zu übernehmen und ihn über den Grenzübergang Görlitz nach Polen zu bringen, erklärte der Angeklagte. Dort sollte das Diebesgut wohl verhökert werden. Für die Tour habe man ihm 1000 Zloty versprochen, 100 habe er als Anzahlung bekommen. Er habe zwar gewusst, dass die Geräte aus einer Straftat stammen, aber mit dem Diebstahl in Frankreich habe er nichts zu tun. Er kenne auch die Hintermänner und die Organisation der Bande nicht.

Dem Angeklagten eine bandenmäßige Mittäterschaft an dem Diebstahl nachzuweisen ist sehr schwierig, dafür fehlen die Beweismittel. So wurde Marcin Jozef G. wegen Begünstigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, da der Angeklagte nicht vorbestraft ist.

Von Monika Löffler

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