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Angeklagter gesteht Sexangriffe

Amtsgericht Dresden Angeklagter gesteht Sexangriffe

Ein 22-Jähriger steht derzeit vor Gericht, weil er Frauen sexuell belästigt haben soll. Erst schob er die Schuld einem Opfer zu, nun gesteht er plötzlich.

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Quelle: dpa

Dresden. Im Fall Mahmoud A. gibt es ständig neue Überraschung. Der 22-Jährige muss sich derzeit wegen versuchter Vergewaltigung und Körperverletzung in zwei Fällen sowie sexueller Nötigung vor dem Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, drei Frauen sexuell attackiert und teilweise verletzt haben. Am ersten Verhandlungstag hatte der Angeklagte abgewiegelt und in einem Fall sogar eine der Frauen beschuldigt. Nicht sie, sondern er sei das Opfer. die Frau habe ihn nach einem Discobesuch sexuell genötigt, sich auf ihn gesetzt, geküsst und überall angefasst. Nur mit Mühe habe er sich befreien können und dann bitterlich geweint. Trotz der Hinweise des Richters, dass die Aktenlage eine andere sei, blieb er dabei.

Nun gab er diese Tat plötzlich zu. Es folgte eine weitere Überraschung: ein Brief, der vor der ersten Verhandlung verfasst und von der JVA auf dem Hammerweg an das Amtsgericht geschickt worden war und seine Unterschrift trägt. Darin teilt er mit, dass der Vorwurf der Staatsanwaltschaft richtig sei. Warum erzählte er dann Märchen? Der Brief sei nicht von ihm, erklärte der Syrer. Er könne weder Arabisch noch Deutsch schreiben noch lesen und habe auch niemanden beauftrag, diesen Brief zu verfassen. Auch sein Anwalt wusste davon nichts.

Da der Angeklagte keine Fragen beantwortete, musste das Opfer aussagen, was der 23-Jährigen sichtlich unangenehm war, sie rang bei den Erinnerungen um Fassung, hielt aber tapfer durch. Die Studentin schilderte wie sie an jenem Samstagabend mit einer Freundin in der Neustadt durch Zufall andere Studenten und den Angeklagten kennenlernte und alle in die Disco gingen. Als der Angeklagte nach Hause wollte aber nicht wusste, wo die Haltestelle ist, begleitete sie ihn ein Stück. Dann habe er ihr plötzlich den Arm auf den Rücken gedreht, den Hals zugedrückt, sie zu Boden gebracht, geküsst und an die Brust gefasst. „Als er seinen Griff lockerte, um seine Hosen auszuziehen, bin ich schnell aufgestanden und weggerannt“, sagte sie leise. Die 23-Jährige wurde bei der Aktion auch körperlich verletzt, diese Wunden sind verheilt, psychisch leidet sie noch heute. „Ich bin vorsichtiger, misstrauisch und gehe abends nicht mehr allein aus dem Haus. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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