Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Angeklagte wickelte 41-Jährigen um den Finger und prellte ihn um 14.800 Euro

Gerichtsverhandlung in Dresden Angeklagte wickelte 41-Jährigen um den Finger und prellte ihn um 14.800 Euro

„Liebe macht blind“ sagt ein Sprichwort. Eine 28-Jährige wickelte einen 41-Jährigen um den Finger und prellte ihn um 14.800 Euro. Jetzt muss sie sich wegen gewerbsmäßigen Betrugs verantworten.

 

Voriger Artikel
Fusion der Städtischen Krankenhäuser in Dresden ist vollzogen
Nächster Artikel
Erneut Prozess gegen Pegida-Chef Bachmann

 
 

Quelle: dpa

Dresden.  „Liebe macht blind“ sagt ein Sprichwort. Ist die Beziehung vorbei, kann man plötzlich wieder klar sehen und gelegentlich gehen einem dann richtig die Augen auf. So ging es auch einem 41-jährigen Geschäftsmann, nennen wir ihn Adam. Der hatte vor lauter Schmetterlingen im Bauch gar nicht bemerkt, dass seine Angebetete nicht hinter ihm, sondern hinter seinem Geld her war. Sein Liebesglück dauerte nicht lange, kam ihn aber teuer zu stehen. Mit einer faustdicken Liebeslüge hat ihn Sarah M. in etwas mehr als einem Monat um 14.800 Euro erleichtert. Das brachte ihr eine Anklage wegen gewerbsmäßigen Betruges ein.

Die 28-Jährige war irgendwie an die Handynummer des Unternehmers gelangt. Der 41-Jährige vermutet, durch ihren Ex-Mann, mit dem er vor Jahren einmal zusammengearbeitet hatte. Die Dame rief unter einem Vorwand bei Adam an, man fand sich sympathisch und traf sich. Bei ihm war es die große Liebe, bei ihr reines Kalkül. Sie nannte ihm nicht ihren richtigen Namen, sondern gab sich als Sarah Zimmer, angebliche Filialleiterin eines Lebensmitteldiscounters aus.

Bei jedem Treffen bat sie den Geschäftsmann um Geld. Die Begründungen war vielfältig: Mal war ihr das Gehalt noch nicht gezahlt worden, dann ging es um Kreditraten ihres PKW, die sie bedienen müsse. Dann war angeblich ihr Papa gestorben und sie brauchte Geld um die Beerdigung zu organisieren. Sie würde die Darlehen dann vom Erbe zurückzahlen, versprach sie Adam und der glaubte und zahlte. „Sie war sehr überzeugend und ihre Erklärungen kamen ganz plausibel rüber“ erzählte das Opfer am Montag vor Gericht. Allerding bekam er sein Geld nicht wieder, die Treffen wurden seltener, die Dame zog sich zurück. Irgendwann ging ihm dann auf, dass ihn Sarah M. nur ausgenutzt hatte und zeigte sie an.

10 Uhr hatte die 28-Jährige am Montag wegen gewerbsmäßigen Betrugs einen Termin beim Amtsrichter, allerdings erschien sie nicht. Die Staatsanwaltschaft beantragte den Übergang ins Strafbefehlverfahren und forderte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt werden soll. Der Strafbefehl wird der 28-Jährigen jetzt zugestellt. Akzeptiert sie ihn, wird das Urteil gültig, legt sie Widerspruch ein, gibt es eine neuen Verhandlung. In einem Zivilverfahren ist Sarah M. vom Landgericht bereits zur Rückzahlung verurteilt worden.

Von Monika Löffler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.