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Andreas Lämmel sucht nach Erklärungen für sein knappes Wahl-Ergebnis

Dresdner CDU-Abgeordnete Andreas Lämmel sucht nach Erklärungen für sein knappes Wahl-Ergebnis

Andreas Lämmel (CDU) hat sein Direktmandat für den Bundestag verteidigt, aber im Vergleich zur Wahl 2013 unglaublich erscheinende 18 Prozentpunkte an Stimmen verloren. Gegenüber den DNN suchte der Bundestagsabgeordnete nach Erklärungen und äußert Kritik an der Bundeskanzlerin.

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Andreas Lämmel

Quelle: privat

Dresden.  Andreas Lämmel (CDU) hat sein Direktmandat für den Bundestag verteidigt, aber im Vergleich zur Wahl 2013 unglaublich erscheinende 18 Prozentpunkte an Stimmen verloren. Gegenüber den DNN suchte der Bundestagsabgeordnete nach Erklärungen und äußert Kritik an der Bundeskanzlerin.

Frage: Hätten Sie erwartet, dass es so knapp wird?

Andreas Lämmel: Nein, das habe ich nicht erwartet. Das kam für mich überraschend. Es ist schon erstaunlich, wenn jemand ohne groß etwas zu tun aus dem Stand auf so ein Ergebnis kommt.

Sie spielen auf Jens Maier von der AfD an, der knapp hinter Ihnen lag. Aber Katja Kipping von den Linken wäre auch fast an Ihnen vorbeigezogen.

Frau Kipping ist schon immer meine Konkurrentin in diesem Wahlkreis. Sie erreicht immer Ergebnisse um die 20 Prozent. Aber ich bin von 42 Prozent gekommen.

Warum haben Sie so viele Stimmen verloren?

Ich habe im Moment noch keine Erklärung. Im Wahlkampf haben wir zu spüren bekommen, dass es viele unentschlossene Wähler gibt. Den Menschen waren Themen wie innere Sicherheit und Flüchtlinge wichtig. Es hätte für den Bürger klar sichtbar werden müssen, dass die beschlossenen Gesetzesänderungen auch umgesetzt werden.

Ihre Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Frage nach dem Familiennachzug nicht beantwortet. Was kommt jetzt? Sollten Menschen, die vorübergehend Schutz in Deutschland erhalten, ihre Familien nachholen dürfen?

Da sind wir auf der Linie von Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der Familiennachzug sollte weiter ausgesetzt bleiben.

Wird es jetzt schwerer für Sie, als Sachse und Dresdner in Berlin gehört zu werden?

Wir Sachsen haben ordentlich zu den Ergebnissen der AfD beigtragen. Das verbessert unsere Situation nicht. Wir sind jetzt weniger Sachsen in der Fraktion, das macht es nicht einfacher.

Wie kommt die CDU aus dem Tal? Sollten sie wieder konservativer werden?

Wichtig ist, dass man klare Positionen vertritt. Das hätte uns auch im Wahlkampf geholfen.

Können Sie sich eine Koalition mit den Grünen vorstellen?

So richtig nicht. Aber ich habe schon viel erlebt. Es dürfte recht schwierig werden, unsere Mitglieder von so einer Koalition zu überzeugen.

Welche Schwerpunkte stehen aus Ihrer Sicht für Dresden an?

Wir müssen die großen Ansiedlungen ordentlich hinbekommen und das Mikroelektronikprogramm ordentlich umsetzen. Die wirtschaftliche Entwicklung ist ganz wichtig für die Stadt.

Dresden geht es gut. Wie erklären Sie Außenstehenden die politische Stimmung in der Stadt?

Das ist ganz schwierig. Viele positive Dinge werden von den Menschen registriert und dann einfach vergessen. Das muss man im Hinterkopf haben.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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