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Lokales Anbau des Alumnats verbessert die Lebensbedingungen
Dresden Lokales Anbau des Alumnats verbessert die Lebensbedingungen
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18:26 08.12.2017
Hier entsteht der Erweiterungsbau für das Alumnat des Kreuzchors.  Quelle: Foto: Anja Schneider
Dresden

 „Bald muss niemand mehr um einen Schlafplatz in der Weihnachtszeit bangen“, sagte Timo Mauerhoff. Der junge Mann hielt am Freitag eine kurze Ansprache bei der Grundsteinlegung des Anbaus für das Alumnat des Kreuzchores an der Ermelstraße in Striesen. „Bald werden erstmals auch Kurrendaner ihre eigenen Zimmer haben“, freute sich der Zehntklässler auf die Übergabe des Gebäudes in zwei Jahren. „Wir sind die Ersten, die hier einziehen können.“

Kreuzkantor Roderich Kreile erklärte, er habe schon bei seiner Amtseinführung vor 21 Jahren davon geträumt, das Alumnat zu erweitern. „Damals habe ich gedacht, das könne in drei Jahren geschehen. Es hat 18 Jahre länger gedauert. Aber dieses Projekt ist für uns die reine Freude“, so der Kantor. Hatte es die Minuten vor der Grundsteinlegung noch heftig geregnet, verzogen sich die Wolken und die Sonne schien. „Wir stehen vor einer leuchtenden Zukunft“, kommentierte Kreile die Witterungsunbilden.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bezeichnete den Kreuzchor als Kulturbotschafter von internationalem Rang. Das Gefühl von Heimat stelle sich nur ein, wenn man über inspirierenden Wohnraum verfügen könne. Diesen stelle die Stadt den Kruzianern nun zur Verfügung und investiere ausschließlich kommunale Mittel, so der OB. „Das ist ein klares Bekenntnis für die Zukunft des Kreuzchores und des Kultur- und Bildungsstandortes Dresden. Damit verbessern wir die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kruzianer deutlich.“

Der Anbau kostet 4,76 Millionen Euro und bietet 44 weitere Alumnatsplätze, so dass erstmals alle Kruzianer untergebracht werden können. Bislang steht nur 90 Sängern ein Alumnatsplatz zur Verfügung. Die anderen wohnen als Kurrendaner bei ihren Eltern. Neben 22 Wohnräumen entstehen auf jeder Etage Gemeinschaftsräume und Balkons, Spielzimmer, ein großzügiger Empfangsbereich und eine Einliegerwohnung für Gäste im behindertengerecht ausgebauten Erdgeschoss. Die Übergange vom Neubau in den Altbau werden über Brücken gelöst.

Der Rohbau soll bis April 2018 abgeschlossen sein, die Fertigstellung und Übergabe ist bis März 2019 geplant. „Danach wird der Bau möbliert und eingerichtet“, so Kreile. Bezugsfertig ist das Gebäude im Schuljahr 2019/2020. „Wir hoffen, dass danach auch der Altbau saniert wird“, erklärte der Kantor. Das sei wichtig, damit der Kreuzchor, was die Lebensbedingungen angeht, den Vergleich mit seinen Mitbewerbern nicht scheuen müsse. Die Möglichkeiten, auswärtige Bewerber aufzunehmen, würden nun enorm steigen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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