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Lokales Amtsgericht verhandelt skurrilen Prozess um Männertags-Bootsfahrt
Dresden Lokales Amtsgericht verhandelt skurrilen Prozess um Männertags-Bootsfahrt
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16:26 05.01.2019
(Symbolfoto) Quelle: Uli Deck/dpa
Dresden

Steffen P. und seine Freunde wollten sich Himmelfahrt 2017 auf einem Schlauchboot einen lustigen Tag auf der Elbe machen. Nur wurde die Fahrt nicht lustig – dafür teuer. Steffen P. erhielt einen Bußgeldbescheid über 500 Euro und legte Einspruch ein – so landete die Sache vor dem Amtsrichter.

Etwas skurril ist die Geschichte schon. Die drei Männer im Boot hatten einen von ihnen – Willi – zum Kapitän bestimmt – der musste nüchtern bleiben – die anderen beiden feierten. Alles war gut, bis Willi wegen eines Insektenstiches das Auge zuschwoll. Die Männer wollten deshalb ans Ufer und Steffen P. übernahm das Paddel.

In dem Moment rückte die Wasserschutzpolizei an. So richtig verstanden haben sich die Beamten und das Trio nicht – zum einen wegen der Motorgeräusche des Polizeibootes, zum anderen wegen des Fachlateins der Beamten. „Die fragten, wer das Boot führt“, erklärte Steffen P. „Wir sagten, dass Willi unser Käpt’n und auch nüchtern ist, aber die fragten immer wieder, wer das Boot führt. Wir wussten nicht, was die wollten und ich sagte, dass ich im Moment paddle.“

So wurde der 37-Jährige zum Bootsführer bestimmt und musste sich einem Alkoholtest unterziehen. Ergebnis: 0,52 Promille – 0,02 Promille mehr als erlaubt. Die Beamten sahen darin einen Verstoß gegen die Binnenschifffahrtsordnung, die auch für Bundeswasserstraßen gilt, nahmen die Personalien auf und erstatteten später Anzeige. Nach der Kontrolle durften die Männer mit dem Schlauchboot übrigens weiter fahren. Gepaddelt ist Steffen P. „Wer denn sonst. Der eine hatte ein zugeschwollenes Auge, der andere war blau“, hieß es. Prozess wird fortgesetzt.

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