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Lokales Amtsgericht Dresden: Männerprügelei im Buddelkasten endet mit Bewährung
Dresden Lokales Amtsgericht Dresden: Männerprügelei im Buddelkasten endet mit Bewährung
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11:43 13.12.2016
Franco O.wurde zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.  Quelle: dpa
Dersden

Wenn mehrere kleine Knirpse in einem Sandkasten spielen, kann man sicher sein, dass es nach kurzer Zeit Gezeter um Eimerchen und Schippchen gibt. Da können manche Eltern ein Lied von singen. Erst ist alles niedlich und friedlich und plötzlich ist Rambazamba in der Sandkiste. Franco O. und Jens S. sind mit ihren 26 und 32 Jahren schon etwas aus dem Buddelkastenalter raus, aber auch sie haben sich dort eine Schlacht geliefert. Das brachte Jens H. einen Krankenhausaufenthalt und Franco O. wegen gefährlicher Körperverletzung einen Platz auf der Anklagebank des Amtsgerichts ein.

Dabei begann alles so schön: Party in einem Innenhof in Strehlen an einem lauschiger Maiabend. Irgendwann gibt es eine verbale Auseinandersetzung zwischen Franco O. und einem Partygast. Jens S. mischt sich ein, schubst den Angeklagten in den Sandkasten. Der prallt schmerzhaft an dessen Rand, stürmt raus, es gibt eine Rangelei und dann landen beide im Sand. Bis dahin klingt das zwar albern aber nicht gefährlich, aber dann schlägt Franco O. mit den Fäusten auf den 32-Jährigen ein – und zwar richtig böse. Das Opfer kommt mit Nasen-Jochbein- und Gesichtsfrakturen ins Krankenhaus, ihm werden zwei Platten eingesetzt. „Sie haben ihm das halbe Gesicht zertrümmert“, befand Richterin Annegret Lissel am Montag.

Der Angeklagte war hinterher selbst erschrocken. „Ich weiß nicht, wie ich so zuschlagen konnte. Ich war wohl genervt, weil er sich da reingehangen und mich geschubst hat.“ Der 26-Jährige ist kein Prügler, – er ist nicht vorbestraft, hat eine Familie und abgeschlossene Berufsausbildungen. Er fühlte sich nur von Jens S. provoziert, aber das rechtfertigt nicht die völlig überzogene Reaktion.

Franco O. wurde zu einer Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. „Ich habe zu Ihren Gunsten gewertet, dass sie nicht vorbestraft sind, sonst wären sie hier nicht mit Bewährung rausgegangen“, erklärte Lissel. Daneben kommen auf ihn auch noch einige Kosten zu – zum einen Schmerzensgeld und die Krankenkasse, die ja die Behandlung bezahlt hat, kann sich auch noch melden.

Von Monika Löffler

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