Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Google+
Am Marie-Curie-Gymnasium in Dresden wird gebaut

Am Marie-Curie-Gymnasium in Dresden wird gebaut

Die französische Forscherin Marie Curie (1867-1934), die gleich zwei Nobelpreise - einen für Physik und einen weiteren für Chemie - erhielt, fände es ganz gewiss gut, dass die Bauarbeiten am maroden Gymnasium in der Zirkusstraße vorankommen.

Von Katrin Richter

Gestern Nachmittag fand die feierliche Grundsteinlegung mit Schulbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) statt.

Das Marie-Curie-Gymnasium (MCG), Baujahr 1960, gehört nach Ansicht der Stadtverwaltung im Gegensatz zu den gleichförmigen Plattenbauten vom Typ Dresden zu den markantesten Schulgebäuden aus DDR-Zeiten. Bis Februar 2014 soll es nun saniert werden, einen modernen Erweiterungsbau bekommen und mit einer neuen Drei-Feld-Sporthalle, Frei- und Sportfreiflächen versehen werden. Das Dresdner Architekturbüro "Code Unique" hatte den Wettbewerb bereits 2008 gewonnen.

Der viergeschossige Neubau soll alle Unterrichtsräume und Fachkabinette beherbergen. Schüler und Lehrer werden einen eigenen Trakt für die Naturwissenschaften bekommen. Im Erdgeschoss werden u.a. Mensa und Bibliothek untergebracht. Ein nach Norden verglastes Oberlicht im Dachgeschoss soll Tageslicht in alle Flure bringen. Der Altbau nimmt im ersten Obergeschoss die Lehrer- und Verwaltungsräume auf, im Erd- und zweiten Obergeschoss die Kursräume. Der kleinere Bau neben der Aula soll den Ganztagsbereich sowie Kunst- und Musikräume beherbergen. Vorgesehen sind außerdem ein Kleinspielfeld, eine 100-Meter-Bahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlagen, eine Gymnastikwiese und die Erneuerung des Unesco-Projektgartens. Die Kosten belaufen sich alles in allem auf 22 Millionen Euro. 10,84 Millionen Euro davon kommen vom Freistaat.

768 Gymnasiasten in 34 Klassen besuchen die Schule, die das naturwissenschaftliche, gesellschaftswissenschaftliche und künstlerische Profil anbietet. Für die Bauzeit sind sie ins ehemalige Gorbitzer Gymnasium gezogen. Der Plattenbau aus DDR-Zeiten war trockengelegt und mit neuen Fachkabinetten versehen worden. Dorthin fahren nun extra Schulbusse. In mehreren gerichtlichen Eilanträgen hatten Eltern durchgesetzt, dass die Stadt für erträgliche Temperaturen in den Klassenräumen der alten Plattenbauschule sorgen muss. Ab einer Temperatur von 25 Grad in einem Klassenraum müssen die Unterrichtsräume in der darauffolgenden Nacht unter Aufsicht quer gelüftet werden.

Auch nach der Sanierung wird das MCG, das dann sechs Parallelklassen aufnehmen soll, die Außenstelle am Terrassenufer 15 behalten. Bislang läuft die Schule vierzügig. Der Ortsbeirat Altstadt hatte die Sechszügigkeit des Gymnasiums abgelehnt. Befürchtet werden schlechtere Lernbedingungen und längere Schulwege für die Kinder.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Bildung
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.