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Lokales Am Freitag wird ein Riesentanker durch Dresden geschleppt
Dresden Lokales Am Freitag wird ein Riesentanker durch Dresden geschleppt
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13:15 13.02.2019
Wenn der 165 Meter lange Schubverband Dresden erreicht, gibt es für andere Schiffe kein Durchkommen mehr. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Am Freitag wird ein gewaltiger Schiffsrumpf Dresden passieren. Es handelt sich um ein Tankschiff, das noch ohne Motor und Aufbauten von der Werft im tschechischen Lovosice zur Nordsee geschleppt wird. Mit 110 Metern Länge 13,50 Meter Breite und 6,50 Meter Höhe sind dessen Ausmaße auch ohne Aufbauten gewaltig. „Es handelt sich aber nicht um den größten Transport, den wir hier je auf der Elbe hatten“, sagt Klaus Kautz, Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Dresden. Gleichwohl sei die Durchfahrt des Schubverbandes, bei dem zwei Schubschiffe den Tankerrumpf in die Mitte nehmen, mit seinen insgesamt 165 Metern Länge alles anders als alltäglich.

Kautz wird am Donnerstag nach Usti nad Labem fahren, wo der Schubverband geprüft wird. Ist alles in Ordnung, wird der Tankerrumpf bis Donnerstagabend bis nach Pirna bugsiert. Dort wird dann über Nacht Station gemacht, ehe sich der Verband am Freitagmorgen in Richtung Dresden in Bewegung setzt. Die Landeshauptstadt sollte er nach Kautz’ Einschätzung am Vormittag erreichen. Dann ist die Elbe in Dresden für jeglichen anderen Schiffsverkehr gesperrt. „Wenn wir einen Verband mit dieser Länge und Breite durch die Dresdner Elbbrücken bringen, dann fehlt es schlicht an Platz“, begründet Kautz.

Der Tanker mit dem Namen „Spera“ soll dem Transport von Chemikalien dienen. Der Rumpf aus Stahl wiegt nach Angaben der Werft in der Industriestadt Lovosice rund 900 Tonnen. Das Schiff wird erst in einer Partnerwerft in Puttershoek in den Niederlanden mit dem Motor und weiteren Einbauten ausgerüstet. Bis dahin muss es geschleppt werden. Der Tanker ist für die Binnenschifffahrt gedacht.

Der Schiffsrumpf war im Juli des vergangenen Jahres zu Wasser gelassen worden, konnte aber aufgrund des zu niedrigen Pegelstands lange Zeit nicht bewegt werden. 2018 war das fünfte Jahr mit extremem Niedrigwasser an der Elbe in Folge. Der derzeitige Pegelstand von mehr als zwei Metern in Dresden macht den Transport dagegen nun möglich.

Von uh mit dpa

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