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Lokales Am Dresdner Romain-Rolland-Gymnasium gibt es erstmals deutsch-französische AbiBac-Abschlusszeugnisse
Dresden Lokales Am Dresdner Romain-Rolland-Gymnasium gibt es erstmals deutsch-französische AbiBac-Abschlusszeugnisse
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18:00 09.09.2015

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Dreizehn Schüler hatten sich am RoRo in den letzten drei Jahren dem deutsch-französischen Abitur (AbiBac) gestellt. Das Abitur wird in beiden Ländern anerkannt, ohne zusätzliche Sprachprüfungen oder dass eine Gleichwertigkeit beantragt werden muss. Zu der Feierstunde kamen auch Vertreter der Sächsischen Bildungsagentur, des Sächsischen Ministeriums für Kultus und der Stadt Dresden.

Der Weg zum AbiBac - Bac ist das französische Kurzwort für das dortige Abitur - am RoRo war lang. Schon 2008 fanden die ersten Treffen statt, in denen man sich zusammen mit dem Leipziger Reclam-Gymnasium inhaltlich und fachlich mit dem AbiBac beschäftigte. Kultus-Ministerialdirigent Thomas Rechentin erinnert sich noch genau an die damaligen Herausforderungen: "Wir mussten Lehrer finden, die die zwei Pflichtsachfächer, in unserem Fall Geografie und Geschichte, bilingual und bikulturell unterrichten können." Zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen. Lehrerin Maryline Chagnard weiß noch, dass sie sich damals intensiv in französischer Literatur weiterbilden musste, "weil die im AbiBac vertieft unterrichtet wird, im deutschen Abitur aber nicht". Bei der Feier am Dienstag wurde das Engagement der Lehrer besonders gelobt. Chagnard und ihre Kollegin Sonja Hannemann sind sich einig, dass "das Ganze nur funktioniert, weil wir ein Team sind und uns gegenseitig unterstützen".

Für Hoffmann sind die AbiBac-Absolventen "junge Frankreichexperten", Chagnard ergänzt: "Es ist immer wichtig zu zeigen, dass man mehr leisten kann und will als andere. Damit kann man sich abheben und das kommt immer gut an. Die Öffnung, die die Schüler dadurch finden werden, wird ihnen sehr hilfreich sein." Der gesamte Prozess habe allen viel Spaß gemacht: "Auch bei den Schülern merkten wir: Die sind mit dem Herzen dabei", freut sich Chagnard. Thomas Rechentin lobt außerdem: "Alle Kandidaten haben die Prüfungen erfolgreich bestanden. Das ist ein Beweis für die gut ausgebaute Konzeption und den Fleiß, den alle in das Projekt hineingesteckt haben."

Warum Kim Hoan Vu sich vor drei Jahren für das AbiBac entschied, erklärt sie so: "Ich war eben auf einer deutsch-französischen Schule und dachte mir, wenn ich es mache, dann aber richtig. Man lernt kulturell und sprachlich schließlich viel dazu. Insgesamt war es zwar eine Herausforderung, aber auch eine unglaubliche Bereicherung." Nach ihrem Abitur wird die gebürtige Vietnamesin, die als eine der Besten in der Klasse abschloss, sich dem Bachelor-Studiengang "International Business Administration" an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin widmen; ein duales Studium zusammen mit IBM. Doch nicht nur für die Schüler, auch für Dresden hat das AbiBac einen großen Wert, das ist für Hoffmann und Rechentin eindeutig: Neben dem internationalen Abitur und der deutschen Hochschulreife kann Dresden einen weiteren hochkarätigen Bildungsabschluss anbieten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.06.2013

Lara Schech

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