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Lokales Am Dresdner Gymnasium Bürgerwiese wird renoviert
Dresden Lokales Am Dresdner Gymnasium Bürgerwiese wird renoviert
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13:10 15.03.2017
Trockenbauerin Mandy Meister erledigt Renovierungsarbeiten in der zerstörten Aula des Gymnasiums Bürgerwiese. Dort wurde der Wasserschaden zuerst entdeckt.   Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

 „Ungefähr zwölf Stunden lang lief das Wasser im 3. Obergeschoss und sickerte durch die Decken“, erinnert sich Schulleiter Jens Reichel. Zum Glück waren die Türen, die den Gebäudeteil C des Gymnasiums Bürgerwiese vom Rest des Schulgebäudes abgrenzen, geschlossen und verhinderten die Ausbreitung. Die Sanierung des durch einen Wasserschaden zerstörten Mittelteils des Gymnasiums Bürgerwiese hat begonnen. Am 8. August 2016, dem letzten Tag der Sommerferien, bemerkte eine Familie beim Spazierengehen das Wasser in der Aula der Schule. Kurze Zeit später unterstützten etwa 50 freiwillige Helfer die Dresdner Feuerwehr, um schlimmere Schäden zu verhindern. Dennoch war schnell klar: Der mittlere Bauteil der Schule ist komplett zerstört und muss grundlegend renoviert werden.

Zunächst mussten das Ausmaß des Schadens analysiert und eine gesundheitliche Gefährdung der Schüler ausgeschlossen werden, denn die Bauarbeiten finden während des täglichen Schulbetriebes statt. „Der Schaden bezieht sich auf etwa 3500 bis 4000 Quadratmeter, darunter sind Unterrichtsräume, Fachkabinette, Vorbereitungszimmer und Lehrerzimmer“, erklärt Architekt Falk Schubert. „Die größte Herausforderung ist die kurze Zeit für die Renovierung, denn zu Beginn des neuen Schuljahres, am 7. August sollen die Räume im zweiten und dritten Obergeschoss fertiggestellt und wieder nutzbar sein“, fügt Jens Reichel hinzu. Das Hauptaugenmerk liege jedoch auf dem reibungslosen Ablauf des Schulbetriebes.

Trockenbauerin Mandy Meister erledigt Renovierungsarbeiten in der zerstörten Aula des Gymnasiums Bürgerwiese. Dort wurde der Wasserschaden zuerst entdeckt. Quelle: Dietrich Flechtner

Für die Sanierung beauftragte die Stadtverwaltung das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung. Über das finanzielle Ausmaß und die Verantwortlichkeit der Überflutung der Schule hält man sich bedeckt:„ Die Summe des Schadens ist noch nicht ersichtlich, weil während der Bauarbeiten immer wieder bisher unerkannte Schäden zutage treten. Die Wiederherstellungskosten sind stark in Bewegung“, so Projektleiterin Dorit Donner vom Hochbauamt. „Wer für den Schaden verantwortlich ist, wird erst klar, wenn die Prüfverfahren abgeschlossen sind.“

Seit dem 20. Februar arbeiten 30 Elektriker, Trockenbauer und Sanitärinstallateure von Montag bis Sonnabend an der fachgerechten Wiederherstellung der Schulräume. Fußbodenheizung, Dämmung, Estrich und alle Decken unterhalb des dritten Obergeschosses müssen ausgebaut werden. Das technische Equipment der Fachkabinette wurde dazu ausgebaut und die Materialien ausgelagert.

Zur Zeit werden die Schulwerkstätten und der sanierte Ausbau, ein zum Gymnasium gehörendes Gebäude auf dem Schulgelände, für den Fachunterricht genutzt. Trotz längerer Wege innerhalb und außerhalb des Schulgebäudes fühlen sich die Schüler wohl und lassen sich nicht „stressen“. „Das Ansehen des Gymnasiums ist durch die Schlagzeilen nicht in Mitleidenschaft geraten“, ist sich Reichel sicher. „Das beweist schließlich die wie gewohnt hohe Anzahl der Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr.“ Wie berichtet interessieren sich 222 Viertklässler für das Gymnasium Bürgerwiese. Für 165 Gymnasiasten hat der Schulleiter Platz.

Von Julia Krumm

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