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Am 19. Mai kommen die Orangenbäume in den Dresdner Zwinger

Schlösserland Sachsen Am 19. Mai kommen die Orangenbäume in den Dresdner Zwinger

Am 19. Mai kommen nach historischem Vorbild wieder Orangenbäumchen in den Zwinger. Der Zustand der Gehölze sei „sehr gut“, so Schlösserland-Sprecher Uli Kretzschmar auf DNN-Anfrage. Ursprünglich sollten die Bäumchen schon 2016 wieder den Zwinger schmücken, doch Bauarbeiten machten dies unmöglich.

Das Deckfarbengemälde von Carl Georg Enslen aus dem Jahr 1820 zeigt die Pracht der Orangenbäume im Zwinger.
 

Quelle: Archiv Schlösserland Sachsen

Dresden.  Ein lang gehegter Traum wird dieses Jahr Wirklichkeit. Am 19. Mai kommen nach historischem Vorbild wieder Orangenbäumchen in den Zwinger. Der Zustand der Gehölze sei „sehr gut“, so Schlösserland-Sprecher Uli Kretzschmar auf DNN-Anfrage. Die noch jungen Pomeranzen sind im Schnitt etwa 2,50 Meter hoch und haben einen Kronendurchmesser von 60 cm. Ursprünglich sollten die Gehölze schon 2016 wieder den Zwinger schmücken, doch Bauarbeiten machten dies unmöglich.

81 Bitterorangen wurden im italienischen Tor San Lorenzo für 10 200 Euro gekauft und kamen im Mai 2014 in Großsedlitz an. Die Akklimatisierung ist offenbar gut verlaufen. Seit ihrer Ankunft wurden die Pomeranzen schon mal zurückgeschnitten, in blau-weiße Kübel gesetzt. Um eine bessere Verzweigung und letztlich dichtere Kronen zu erreichen, griffen die Orangengärtner Steffen Pabst und Karsten Otto zum Beispiel vergangenen April zur Schere und entfernten die obersten Spitzen der weichen Neutriebe. Nun heißt es Geduld haben, denn eine stattliche Krone braucht Zeit, Geduld und gute Pflege.

Weil diese jährlich rund 40 000 Euro kostet, sucht der Freundeskreis Schlösserland Sachsen e.V. Paten für die Pomeranzen. Eine Baumpatenschaft beträgt mindestens fünf Jahre und beläuft sich auf 550 Euro im Jahr. Mittlerweile haben fast 40 Bäumchen einen Paten, so Uli Kretschmar. Anhand eines interaktiven Zwinger-Stellplanes im Internet auf der Schlösserseite kann man durch das Anklicken der einzelnen Bäumchen sehen, wer konkret das Projekt unterstützt. „Auf der ITB werden wir noch einmal kräftig dafür werben“, so der Schlösserland-Sprecher.

Seit 1998 wurde in der Sächsischen Schlösserverwaltung mit der Idee gespielt, in Dresdens Top-Sehenswürdigkeit, dem Zwinger, wieder wie zu Zeiten August des Starken Orangenbäumchen aufzustellen. Allerdings war von vornherein klar, dass das nur in einem viel kleineren Umfang geschehen kann. Denn „einer historischen Zeichnung von 1775 kann man entnehmen, dass damals im Zwinger insgesamt 376 Orangenbäume aufgestellt waren“, hatte uns Roland Puppe, von 1993 bis 2016 bei den Staatlichen Schlössern, Burgen und Gärten für Gärten zuständig, erzählt. „Allerdings gab es zur damaligen Zeit die Parterregestaltung mit den Rasenornamenten und den vier Springbrunnen noch nicht.

Von Catrin Steinbach

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