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Lokales Altersteilzeit statt Rückzug: Nachfolger für Bischof Joachim Reinelt gesucht
Dresden Lokales Altersteilzeit statt Rückzug: Nachfolger für Bischof Joachim Reinelt gesucht
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18:44 09.09.2015
Ruheständler im Unruhestand: Bischof Joachim Reinelt.

Das seien die Erfahrungswerte bei regulären Verfahren in anderen Bistümern. Papst Benedikt XVI. hatte Bischof Reinelt am 20. Februar im Alter von 75 Jahren in den Ruhestand entlassen.

Hinter den Kulissen führt das Domkapitel, ein aus sechs Priestern bestehendes Gremium, Gespräche, um geeignete Geistliche zu finden und dann dem Papst eine entsprechende Liste vorzulegen. Drei davon wählt das Oberhaupt der Katholiken aus. Einen von ihnen wählt das Domkapitel dann in geheimer Wahl. Über den Stand des Verfahrens kann Baudisch nichts sagen: "Das läuft sehr dezent im Verborgenen ab. Da dringt nichts nach außen."

Für die Leitung des Bistums in dieser Zeit ohne Bischof, die sogenannte Sedisvakanz, hat das Domkapitel als Diözesanadministrator den 72-jährigen Michael Bautz gewählt. Vertreten kann er den Bischof allerdings nur in Verwaltungsfragen. Geistliche Akte, während denen der Segen erteilt wird - Firmung, Sendung von Gemeindereferenten, Weihe von Diakonen oder von Priestern beispielsweise - darf in der katholischen Kirche nur ein als Bischof geweihter Priester vornehmen. Daher ist Joachim Reinelt immer wieder bei solchen Gelegenheiten - zuletzt etwa bei der Segnung von Ehejubilaren aus dem gesamten Bistum - in vollem Ornat zu sehen. Der Ruhestand eines Bischofs ist also nicht gleichbedeutend mit Rentnerdasein und völligem Rückzug. Es ist eher eine Art aktiver Altersteilzeit. "Bischof bleibt man sein Leben lang", erläutert Michael Baudisch.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.06.2012

Tomas Gärtner

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