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Lokales Alternde Belegschaft: Globalfoundries in Dresden ändert Schichtsystem
Dresden Lokales Alternde Belegschaft: Globalfoundries in Dresden ändert Schichtsystem
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17:37 09.09.2015

Das kündigten die Geschäftsleitung und der Betriebsrat von Globalfoundries Dresden gestern nach mehrmonatigen Verhandlungen an.

"Mit der Einführung des neuen Schichtsystems tragen wir der demografischen Entwicklung unserer Belegschaft ebenso Rechnung wie den Herausforderungen, denen sich unsere Fab täglich stellt", betonten der Betriebsratsvorsitzende Ralf Adam und der Personalchef Michael Roos.

"Als Foundry müssen wir sehr schnell auf Kundenaufträge reagieren", erläuterte die Dresdner GF-Sprecherin Karin Raths ein Motiv für die Vereinbarung. Dies werde durch das neue Wechselschichtmodell einfacher. Andererseits seien viele "Nacht-Kollegen" in die Jahre gekommen, für sie seien die ständigen Nachtschichten zunehmend zur Belastung geworden.

Als der US-Elektronikkonzern AMD 1996 sein erstes Chipwerk in Dresden baute, führten die Amerikaner mit ihren 12-Stunden-Schichten ein für deutsche Verhältnisse ungewöhnliches und damals umstrittenes Arbeitszeitmodell ein. Auch als die Dresdner AMD-Fabriken an GF ausgegliedert wurden, änderte sich daran zunächst kaum etwas. Nun wird der Takt zwar umgerubelt, am 12-Stunden-Rhythmus wollen die Chipwerker - die über das neue Modell mitabstimmen durften - aber nicht rühren. Von diesen zwölf Stunden sind übrigens "nur" zehn Stunden Netto-Arbeitszeit, der Rest entfällt auf Pausen- und Umkleidezeiten. Der neue Schichttakt betrifft lediglich die Produktions-Mitarbeiter, die etwa die Hälfte der Dresdner Belegschaft ausmachen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2014

Heiko Weckbrodt

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