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Lokales „Alte“ Schwimmhalle am Freiberger Platz wird im Sommer 2019 fertig
Dresden Lokales „Alte“ Schwimmhalle am Freiberger Platz wird im Sommer 2019 fertig
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20:11 25.10.2018
Schwimmhalle Freiberger Straße Quelle: Anja Schneider
Dresden

Der Schwimmsportkomplex am Freiberger Platz in Dresdens Stadtzentrum wird derzeit umgebaut und erweitert. Bereits seit Dezember 2016 ist die Schwimmhalle im neuen Anbau in Betrieb. Nun soll im Sommer 2019 auch die Sanierung der 1968-69 erbauten und seit 2008 unter Denkmalschutz stehenden Schwimmhalle mit ihrem auffällig geschwungenen Dach abgeschlossen werden. „Nach den Sommerferien 2019 wollen wir beide Schwimmhallen zur Verfügung haben“, so Matthias Waurick, Geschäftsführer der Dresdner Bäder GmbH.

Zu kalt für Klebearbeiten

Das ist mehr als ein halbes Jahr später als ursprünglich geplant. Die Gründe für den Bauverzug sind vielfältig. „Der Winter 2017/18 hat uns im Rohbau massiv behindert. Es war einfach zu kalt für erforderliche Klebearbeiten“, nennt Waurick ein Beispiel. Das Dach der Schwimmhalle sei statisch verstärkt worden. „Jetzt können hier wohl bis zu 60 cm Schnee drauf liegen, ohne dass wir schippen müssen.“

Neue Fassade mit alter Optik

Zudem habe man die Glasfassade an der Nordseite der Halle komplett austauschen müssen, um heutigen Bau- und Sicherheitsvorschriften zu genügen. „Optisch sieht die Fassade aus wie früher, aber die Profile sind nicht mehr ganz so zierlich“, findet der Bauherr.

Baufirmen zu finden – ein großes Problem

„Ein Riesenthema ist auch die Auftragsvergabe“, so der Chef des Bäderbetriebes. „Wir hatten in den vergangenen Monaten Ausschreibungen, bei denen sich gar kein Unternehmen bewarb. Oder es meldeten sich nur ein oder zwei Firmen.“ Die hätten dann Preise aufgerufen, die nicht akzeptabel gewesen seien. Jetzt habe man große Lose in kleine aufgeteilt, so dass sich mehr Firmen beteiligen können. Deshalb ist Matthias Waurick optimistisch, dass die alte Halle im nächsten Sommer fertig wird.

 Becken künftig aus Edelstahl

Das 20 x 50 Meter große Becken mit acht Bahnen ist dann nicht mehr gefliest, sondern besteht aus Edelstahl. Die Zuschauertribüne gibt es nach wie vor. Allerdings sei sie nach der Sanierung „nicht mehr vollumfänglich nutzbar“, so der Chef des Bäderbetriebes. „Aus Brandschutzgründen wird es dort nur noch etwa 100 Sitze geben.“

Alte Metallelemente kommen wieder an die Decke

Platz nehmen kann man allerdings wieder auf den historischen Plaste-Schalensitzen. Denn die werden wieder eingebaut. Ebenso wird in der Schwimmhalle wieder die alte Metalldecke montiert. „Natürlich sind die einzelnen Elemente vorher aufgearbeitet worden“, erklärt Projektsteuerer Karl-Heinz Anger.

Mehr öffentliches Schwimmen in alter Halle

Aus Denkmalschutzgründen erhalten geblieben – aber als solche nicht mehr nutzbar – ist die Kampfrichterkanzel in der Schwimmhalle. Waurick sieht darin kein Problem, weil sich das Schwimmsport-Wettkampfgeschehen mehr in der neuen Halle abspiele. Ziel sei, die alte Schwimmhalle künftig multifunktional zu nutzen und mehr öffentliches Schwimmen anzubieten. „Wir erarbeiten da gerade ein Konzept.“

 Wandmosaik wird wieder angebracht

Wiederfinden werden alle, die die Schwimmhalle von früher kennen, nach der Wiedereröffnung auch das Wandmosaik. Das wurde vor dem Umbau geborgen und soll im Eingangsbereich einen neuen Platz finden.

Teil des Foyers mit Fliesenbild. Quelle: Visualisierung Arge SSK

Großes Foyer an Stelle des einstigen Lehrschwimmbeckens

Dort, wo sich früher das Lehrschwimmbecken befand, entsteht gegenwärtig ein großes Foyer. In dieses gelangt man vom Freiberger Platz aus, wo sich künftig der Haupteingang zum Schwimmsportkomplex befindet. Vom Foyer aus werden beide Schwimmhallen erschlossen. Und es gibt von dort einen Zugang zur Springerhalle.

Blick in das große Foyer. Quelle: Visualisierung Arge SSK

Schwimmsportkomplex bekommt Saunalandschaft

Über dem Foyer entsteht gerade ein großer Saunabereich mit Dampfbad, Finnischer Sauna und Biosauna. In einem der beiden kleinen Freiluft-Saunagärten auf Terrassen im Obergeschoss wird zudem ein Blockhaus für eine Aufgusssauna errichtet. „Hier stellen wir Wärmebänke, ein Fußwaschbecken und eine Wasserwand aus Glas auf“, beschreibt der Chef des Bäderbetriebes das Bild, das sich den Saunagästen künftig bietet, wenn sie den Bereich im Obergeschoss betreten.

Blick in den künftigen Saunabereich. Quelle: Visualisierung Arge SSK

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahmen am Schwimmsportkomplex Freiberger Straße – einschließlich Neubau – beziffert Matthias Waurick mit etwa 32 Millionen Euro Netto. Eine genaue Summe stehe erst fest, nachdem alle Rechnungen gestellt wurden. Der denkmalpflegerische Mehraufwand bei den Bauarbeiten werde mit 90 000 Euro unterstützt.

Von Catrin Steinbach

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