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Dresden Lokales Alle wollen in den Dresdner Kulturpalast
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07:30 11.09.2018
Publikumsmagnet: Der neue Konzertsaal im Kulturpalast. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Der sanierte Kulturpalast hat sich zum Publikumsmagnet entwickelt. Das trägt auch wirtschaftliche Früchte: Für das Jahr 2018 werden nach Angaben der Kulturverwaltung von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) Einnahmen in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro erwartet. Geplant waren nur 3,95 Millionen Euro, so dass die Verwaltung mit Mehreinnahmen von rund 1,1 Millionen Euro rechnen kann. Für die Monate von der Neueröffnung im April 2017 bis Ende des vergangenen Jahres steht ein Überschuss von 272 000 Euro im Vergleich zum Plan in den Büchern.

Die Mehreinnahmen resultieren laut Kulturverwaltung vor allem aus der ganzjährigen Nutzung des Kulturpalastes und den gestiegenen Vermietungen an andere Veranstalter. So habe die Dresdner Philharmonie den Konzertsaal deutlich öfter an Dritte vermieten können als ursprünglich geplant. Zudem sei die Nachfrage nach Tickets sowohl für Veranstaltungen der Philharmonie als auch für Fremdveranstaltungen außerordentlich hoch.

Der wirtschaftliche Erfolg hat aber auch einen Preis: Mehr Veranstaltungen heißt mehr Personal. Deshalb schlägt die Verwaltung vor, dass die Philharmonie sieben neue Personalstellen zur Organisation und Durchführung zusätzlicher eigener und fremder Veranstaltungen zur Verfügung gestellt bekommt. Insbesondere der technische Bereich, der Besucherservice und die Kommunikationsabteilungen sollen aufgestockt werden. Dafür fallen Mehrausgaben in Höhe von 343 000 Euro pro Jahr an.

Zwei Meister für Veranstaltungstechnik, ein Veranstaltungstechniker, zwei Stellen im Besucherservice, ein Produktionsassistent und eine Stelle für Kommunikation sollen eingerichtet werden, um den Erfolg zu verstetigen. So soll das neue Personal im Besucherservice dabei helfen, die Öffnungszeiten des Kartenvorverkaufs abzusichern und Kundenanfragen zu bearbeiten.

Da die Zahl der Veranstaltungen deutlich höher als erwartet liegt, muss die Dresdner Philharmonie auch mehr Geld an den Vermieter Kommunale Immobilien Dresden überweisen, bei dem das Vorderhauspersonal beschäftigt ist. Auch die Betriebskosten sind gestiegen, können aber dank der Mehreinnahmen gedeckt werden.

Mit den zusätzlichen Mitteln sollen aber auch Investitionen getätigt werden. So soll der Saal eine qualitativ hochwertige Beschallungsanlage erhalten, die für Moderationen und Musikverstärkungen geeignet ist. Aus den Geldern sollen auch Ersatzbeschaffungen von Instrumenten für Philharmoniker gezahlt werden. 250 000 Euro für Investitionen sind vorgesehen.

Der Finanzausschuss des Stadtrats gab jetzt einstimmig Grünes Licht für die Verwendung der Mehreinnahmen. Philharmonie-Intendantin Frauke Roth musste die Pläne nicht vorstellen, die Zahlen sprachen offenbar für sich. Stadtkämmerin Cornelia Möckel erklärte den Ausschussmitgliedern, dass die Verwaltung im Doppelhaushalt 2019/2020 von einem anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg des Kulturpalastes ausgehe und die Einnahmen aus der Bespielung festgeschrieben habe.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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