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Lokales Alle Wasserschäden im Kraftwerk Mitte sind behoben
Dresden Lokales Alle Wasserschäden im Kraftwerk Mitte sind behoben
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12:43 11.03.2018
Die Schäden sind behoben, die Operette ist zurück in der Normalität.  Quelle: picture alliance / Arno Burgi/dp
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Dresden

 Bis Ende der Woche sind alle Wasserschäden in der Spielstätte der Staatsoperette Dresden im Kraftwerk Mitte behoben. Das teilte jetzt auf DNN-Anfrage Axel Walther mit, Geschäftsführer des Vermieters Kommunale Immobilien Dresden GmbH & Co KG (KID). „Wir hatten bis Mitte Januar alle Schäden bis auf den Anstrich des Bühnenbodens behoben. Das wird jetzt nachgeholt.“

Das Trocknen der Farbe kostet Zeit, deshalb wurden die Arbeiten in die Spielpause im Februar verlegt. Für die Premieren und Aufführungen im Januar und Anfang Februar wurde die Bühne mit einem Teppichboden ausgestattet, so der KID-Geschäftsführer.

In der Sommerpause werde es noch weitere Tests und Erneuerungen sowie turnusmäßige Wartungsarbeiten geben, kündigte der KID-Geschäftsführer an. Am 18. Oktober ergossen sich nach einem Fehler bei einer Kontrolle der Sprinkleranlage riesige Mengen Löschwasser über der Operettenbühne im Kraftwerk Mitte. Nagelneue Theater- und Bühnentechnik wurden ein Opfer der Fluten.

Während die Schäden behoben sind und die Operette nach mehrmonatiger Ausfallzeit zur Normalität übergehen kann, laufen die Verhandlungen mit den Versicherungen. Für die Schäden, die der Vermieter erlitten hat, gibt es laut Walther nur einen Konfliktpunkt: die Scheinwerfer. Die Versicherung hätte die geflutete Beleuchtungstechnik gerne reparieren lassen. Das hätte jedoch dazu geführt, dass die Operette wahrscheinlich erst im April spielfähig gewesen wäre. Denn die Scheinwerfer hätten in Italien oder in den USA kalibriert werden müssen.

Die Stadtverwaltung hätte für die Staatsoperette teure Ausweichquartiere anmieten müssen. Deshalb stellte der Finanzausschuss der KID 240 000 Euro für den Kauf von 162 neuen Scheinwerfern zur Verfügung. Jetzt muss gerechnet werden, was die Reparatur gekostet hätte: Diesen Betrag erstattet die Versicherung in jedem Fall.

Einfach wird die Rechnung nicht, weil es auch Scheinwerfer gibt, deren Reparaturkosten den Neupreis übersteigen. Noch schwieriger wird es, den Schaden zu beziffern, den die Stadt erlitten hat. Die Staatsoperette gehört zur Stadt, die vom Wasser zerstörten Instrumente des Orchesters oder die Bühnendekoration müssen ersetzt werden.

Das ist aber angesichts der Verluste wegen der ausgefallenen Vorstellungen nur ein kleiner Posten. Auch hier wird es komplizierte Rechenmodelle geben: Wie berechnet man den Verlust einer Aufführung, die zu 80 Prozent verkauft war, aber für die der Vorverkauf noch lief? Da werden sich die Versicherungsmathematiker noch die Köpfe zerbrechen müssen und es wird noch einige Zeit vergehen, bis der gesamte Schaden reguliert ist.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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