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Lokales „Alexa“ wird zu Dresdens virtueller Stadtführerin
Dresden Lokales „Alexa“ wird zu Dresdens virtueller Stadtführerin
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14:36 09.01.2018
Der Sprachassistent „Alexa“ von Amazon kann Touristen zukünftig die schönsten Orte Dresdens zeigen. Quelle: DNN
Dresden

Seit dem 9. Januar arbeitet die Stadt zusammen mit einem der meistgenutzten sprachgesteuerten Systeme weltweit: „Alexa“ von Amazon. Laut Prognose der Dresden Marketing GmbH (DMG) kann Alexa in Zukunft etwa über Veranstaltungen der Stadt bessere Auskunft geben, „als so mancher Insider der Stadt“. Über den neuen „Dresden Skill“ bekommt der cloudbasierte Sprachassistent die Veranstaltungsdaten aus erster Hand über eine Schnittstelle zum offiziellen Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt. Darüber hinaus hat die DMG für den Dresden Skill unter der Kategorie „Lokales“ umfassenden Content rund um Stadt und Region produziert. Dabei gibt es neben Informationen auch Soundausschnitte, wie etwa aus Konzerten in der Frauenkirche, der Semperoper und aus dem Marmorsaal des Dresdner Zwingers.

„Wir gehören zu den ersten Städten in Deutschland, die einen eigenen Alexa Skill anbieten. Diesen Vorsprung werden wir für die erfolgreiche nationale und internationale Vermarktung von Dresden Elbland als attraktives Reiseziel nutzen“, sagt Kai Schulz, Geschäftsführer der DMG. Sprachgesteuerte Systeme gewinnen weltweit rasant an Bedeutung, auch in deutschen Haushalten. So liegt die Bekanntheit von Google Now in Deutschland bei 84,7 %, von Alexa bei 70,4 %. Allein im letzten Jahr sei die Anzahl der Alexa-Skills von 135 auf 15.000 gewachsen. „Wir haben uns für Alexa entschieden, weil dieser Sprachassistent zu dem Zeitpunkt der Entscheidung und auch aktuell in Deutschland die besten Nutzerkennzahlen aufweist. In den Dresden-Skill haben wir rund 20.000 Euro investiert“, erklärt Marco Blüthgen, Abteilungsleiter Marketing Service der DMG, auf Anfrage der DNN.

Skills – so auch der Alexa Skill „Stadt Dresden“ – sind eine Art App für sprachgesteuerte Systeme. Die erste Version von „Stadt Dresden“ umfasst über 100 sogenannte „Cards“, statische Frage-Antwort-Kombinationen rund um die Stadt Dresden und die Region Sächsisches Elbland. User fordern den Sprachassistenten dann etwa auf: „Alexa, frage Stadt Dresden nach Aussichtspunkten“ oder „Alexa, frage Stadt Dresden nach Sehenswürdigkeiten“.

Die Informationen, die Alexa bislang zu Dresden ausgespielt hat, waren eher rudimentär. Sie beschränkten sich auf das Wetter oder etwa statistische Kennzahlen wie die Einwohnerzahl oder Fläche. „Mit unserem Dresden Skill bekommen die Nutzer Antworten auf deutlich mehr Fragen, die sie im Zusammenhang mit Dresden interessieren dürften“, sagt Blüthgen. Darüber hinaus ist es denkbar, das Gerät als Informationstool einzusetzen - zum Beispiel in Form dezentraler Infostellen für Besucher und Bürger Dresdens oder an Infocounter in öffentlichen Gebäuden, Geschäften oder bei Events.

„Als wir uns zum ersten Mal mit Alexa beschäftigt haben, war uns schnell klar: dieses Potenzial müssen wir für die Vermarktung nutzen, und zwar schnell“, so Blüthgen, der die erste Version gemeinsam mit seinem Team in gerade einmal fünf Monaten in die Anwendung gebracht hat. Dazu gehört auch eine eigene Microsite unter www.dresden.de/alexa, die für den Dresden Skill wirbt und die Nutzung anwenderfreundlich erklärt. „In einigen Wochen werden wir wissen, wie der Dresden Skill ankommt, welche Inhalte besonders abgefragt werden und was gegebenenfalls noch fehlt“, so Blüthgen. Entsprechend wird der Content kontinuierlich ausgebaut. Angedacht ist zudem, den Dresden Skill um eine englische Version zu erweitern. „Alexa“ gibt es ab 99,99 Euro auf Amazon.

Von Katharina Jakob

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