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Lokales Albertbrücke wird ab Dienstag saniert
Dresden Lokales Albertbrücke wird ab Dienstag saniert
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08:35 22.06.2018
Ab Dienstag sanieren Arbeiter die Bogenunterseiten der Albertbrücke. Das hat auch Auswirkungen auf den Verkehr auf der Brücke. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Am Dienstag beginnt die Sanierung der Albertbrücke. Der Albertbrücke? Ist die nicht schon seit Herbst 2016 fertig saniert? 27 Millionen Euro haben Stadt und Dresdner Verkehrsbetriebe in einen neuen Fahrbahn- und Gleisaufbau bei zeitgleicher Verbreiterung der Verkehrsfläche investiert. Fertig ist man deswegen mit dem Bauwerk jedoch noch nicht. Denn unter der Brücke ist noch einiges im Argen.

Dort hat vor allem Regenwasser Schäden angerichtet, das jahrelang ungehindert durch die marode Fahrbahn und den ganzen Brückenunterbau rinnen konnte. Nachdem nun knapp zwei Jahre eine dichte Fahrbahn auf der Brücke liegt, konnte der Sandstein an den Gewölbeunterseiten ordentlich durchtrocknen, teilt Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz mit. Deshalb beginnt dort nun das finale, rund 2,6 Millionen Euro teure Sanierungskapitel an der Albertbrücke, das sich auch auf das Verkehrsgeschehen auf der Fahrbahn auswirken wird. Geplant ist eine 13-monatige Bauzeit.

Auch der kleine Pavillon wird ab Herbst instand gesetzt. Quelle: Dietrich Flechtner

In dieser Zeit werden marode Steine ausgetauscht, Risse verpresst, Beton instandgesetzt und Fugen aufgearbeitet. Zuerst wird mit den Bögen im Vorland auf der Altstädter Seite begonnen. Dadurch werde es dort zu geringen Einschränkungen für den Trödelmarkt kommen, der Betrieb werde aber aufrechterhalten, teilt das Straßen- und Tiefbauamt (STA) auf Anfrage mit. Ende August sollen dann die drei Bögen über der Elbe eingerüstet werden und ab Mitte September voraussichtlich die Vorlandbögen der Neustädter Seite. Den an dieser Stelle an beiden Ufern verlaufenden Elberadweg will man jedoch zu jeder Zeit offenhalten. Es könne aber sein, dass er je nach Baufortschritt durch benachbarte Bögen umgeleitet werden müsse, heißt es.

Sobald die Gerüste für die Arbeiten an den Brückenbögen über der Elbe aufgebaut werden, müssen Autofahrer, Straßenbahn und Radler auf der Albertbrücke zusammenrücken. Um die Elbeschifffahrt nicht zu behindern, werden von oben herabhängende Gerüste errichtet. Sie nehmen einen Teil der derzeit komfortabel breiten Geh- und Radwege ein, für Radler ist dann dort kein Platz mehr. Deshalb ist es geplant, Radfahrer ab Ende August für je eine Fahrtrichtung auf eine Fahrspur auf die Straße zu verlegen – wo Autofahrer dann mehr Acht geben müssen. Dieser Zustand könne bis zu sechs Monate dauern, heißt es aus dem Straßen- und Tiefbauamt. Bei einem milden Herbst und Winter könnten die Arbeiten an der Brückenunterseite aber auch schneller voranschreiten.

Für Spaziergänger erfreulich: Nicht nur die Brücke, auch ihre Nebenbauten werden nun in Angriff genommen. Damit ist vor allem der kleine Pavillon am Rosengarten auf Neustädter Seite gemeint, der derzeit verschmiert und verdreckt nicht gerade sehr einladend wirkt. Er soll nach dem Plänen ab November instand gesetzt werden.

Von Uwe Hofmann

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