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Lokales Albertbrücke: Dresdner Fahrradclub stellt sich hinter Zastrow
Dresden Lokales Albertbrücke: Dresdner Fahrradclub stellt sich hinter Zastrow
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09:03 15.02.2017
Unnötig? Das 1,30 Meter hohe Geländer auf der Albertbrücke.  Quelle: Archiv
Dresden

Das hat es so noch nie gegeben: Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Dresden (ADFC) unterstützt eine Forderung von Holger Zastrow (FDP), der eigentlich eher als Sprachrohr für die Forderungen von Autofahrern gilt. Zastrow hatte den Abbau des Doppelgeländers auf der Albertbrücke gefordert (DNN berichteten) und erhält Rückendeckung von der Radfahrer-Lobby: „Das Doppelgeländer ist vielen Dresdnern ein Dorn im Auge und war aus Sicht des ADFC von vornherein unnötig“, erklärte Nils larsen, Vorstand des ADFC Dresden, „Wir halten wie die FDP dieses Geländer für eine Posse und für Verschwendung von Steuergeld. Sehr erfreulich finden wir, dass Herr Zastrow dieses Geld lieber in Rad- und Gehwege investiert gesehen hätte.“

Zum Ehrenmitglied des ADFC dürfte Zastrow dann aber doch nicht ernannt werden. Denn einen Giftpfeil für Autofahrer lässt Larsen schon aus dem Köcher: „Der ADFC fordert, dass der Radverkehr auf die Fahrbahn verlagert wird. Damit wird das Doppelgeländer überflüssig.“ Die 1,60 Meter breiten Radwege auf der Brücke seien völlig unterdimensioniert. „Die vom Fußweg abgeteilten Spuren sind für den sogenannten schwachen Radverkehr ausgelegt, also 100 Fahrräder pro Stunde“, erklärt Larsen. Tatsächlich würden in der Spitze über 1000 Radler pro Stunde die Brücke passieren und mehr als 10 000 am Tag. Die bräuchten Platz – auf den Spuren für den Autoverkehr. Für 14 000 Kraftfahrzeuge am Tag stünden vier volle Fahrspuren zur Verfügung, das sei völlig unnötig. Diese Auffassung markiert dann schon das Ende der Gemeinsamkeiten zwischen Holger Zastrow und dem ADFC.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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