Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Albert-Tower behält Seitenflügel: Das Projekt Bürgerhaus und Einkaufsmarkt am Albertplatz wird umgeplant
Dresden Lokales Albert-Tower behält Seitenflügel: Das Projekt Bürgerhaus und Einkaufsmarkt am Albertplatz wird umgeplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:14 09.09.2015

[gallery:600-29134342P-1]

Der Investor Simmel Dresden GmbH möchte aus statischen Gründen und wohl auch aus wirtschaftlicher Sicht die beiden Seitenflügel des Hochhauses entlang der Königsbrücker Straße und der Antonstraße zumindest in abgespeckter Höhe erhalten. "Vertiefende statische Berechnungen des Vorhabenträgers" hätten den Teilerhalt notwendig gemacht, teilte auch das Presseamt der Stadt auf Anfrage mit. Ursprünglich sollten die beiden Seitengebäude abgerissen werden.

Mittlerweile hatte das Stadtplanungsamt zwei Dresdner Architekturbüros (dd1 architekten; ZDR Architekten) und das Berliner Büro Kersten + Kopp Architekten zu einem Werkstattverfahren eingeladen mit der Aufgabe, die bisherige Planung entsprechend zu modifizieren. Neben der Stabilität des Hochhaus-Denkmals sollte auch das gleichfalls denkmalgeschützte Brunnenhäuschen Beachtung finden. Nach DNN-Informationen wünschte der Investor zudem Änderungen an den Fassaden der Würfelhäuser.

Gegenwärtig werde der nun vorliegende neue Entwurf an den rechtskräftigen "Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Dresden-Neustadt, Einkaufszentrum und Bürgerhaus am Albertplatz" angepasst, informierte die Stadt. Mehr wird über die neue Variante des viel diskutierten Bauprojektes nicht mitgeteilt. Obwohl das Interesse der Bürger an dem zentralen Punkt in der Neustadt sehr groß ist, können sie sich kein Bild von ihrem Bürgerhaus und der umgebenden Bebauung machen.

Nach Informationen der DNN wird der Entwurf des Berliner Büros die Realisierungsgrundlage liefern. Kersten + Kopp Architekten sollen ihren Vorschlag nun an den Bebauungsplan anpassen. Die früher vorgestellte Begrünung der Hausfassaden ist passé. Jetzt wechseln gegliederte Betonelemente und große Glasflächen einander ab und geben den Blick in die Läden frei. Grün sollen stattdessen die Höfe werden und Rankgitter weitere Farbe bringen.

Die Öffentlichkeit zu informieren, liege in der Entscheidung des Bauherren, so die Stadt. Dieser habe das Werkstattverfahren finanziert. Thomas Löser, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat und Sprecher Stadtentwicklung, sieht dennoch die Stadt in der Pflicht. "Ich begrüße das Werkstattverfahren, weil es Qualität sichert. Aber ich fordere auch, dass die Ergebnisse und die Entscheidung der Jury öffentlich gemacht werden. Wenn es die Stadt nicht tut, sollte Edeka dazu verpflichtet werden."

Der Bauherr äußert sich zurückhaltend. "Wir sind in der heißen Phase der Nachbesserung für den Bauantrag", erklärte dazu Simmel-Sprecher Michael Feindura. Noch in dieser Woche werde es einen Termin mit den Architekten geben. Investor Peter Simmel drängt auf Eile. Laut Feindura möchte er noch im März die Baugenehmigung in den Händen halten. Offenbar will er aufwändige Änderungsverfahren vermeiden. Das 30-Millionen-Euro-Projekt mit Edeka-Einkaufsmarkt, Bürgerhaus mit verschiedener kultureller und sozialer Nutzung und Tiefgarage soll nach seinen Plänen im Oktober 2014 fertig sein.

Mit dem Erhalt von Dresdens ältestem Bürohochhaus und der Aufwertung der Brache ringsum ging bereits eine lange Debatte um die Größe der Einzelhandelsfläche einher. Nunmehr ist sie auf 5880 Quadratmeter festgelegt. Kritische Stimmen gibt es darüber hinaus auch zur Anbindung der Geschäfte und Einrichtungen an den Verkehrsknotenpunkt und zur Erreichbarkeit für Nichtmotorisierte.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.02.2013

Bleier, Genia

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf einem Teil des früheren Plattenwerkgeländes an der Gerokstraße in der Johannstadt soll eine Rettungswache für 18 Krankenwagen entstehen. 3,8 Millionen Euro will das Amt für Brand- und Katastrophenschutz in den Neubau investieren, heißt es in einer Vorlage für den Finanzausschuss des Stadtrates, der am kommenden Montag tagt.

09.09.2015

Februar sein Amt nieder. Geschockt und überrascht reagieren darauf viele Menschen in Dresden, als sie von der Nachricht erfuhren. Weltweit wurde die Entscheidung mit großer Überraschung, aber auch mit höchstem Respekt aufgenommen.

09.09.2015

Mit einer Gedenkveranstaltung vor der Pforte zum Neustädter Bahnhof haben knapp 100 Menschen am Montagnachmittag den durch die Nationalsozialisten ermordeten Dresdner Juden gedacht.

09.09.2015
Anzeige