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Lokales Afrikanische Hitze in Dresden: 36 Grad und mehr erwartet
Dresden Lokales Afrikanische Hitze in Dresden: 36 Grad und mehr erwartet
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18:06 09.09.2015
Die Sonne sorgt am Wochenende für schweißtreibende Temperaturen. Quelle: dpa
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Da sich vom Westen eine Gewitterfront nähert, werde die vom Süden kommende Sahara-Luft noch einmal so richtig angekurbelt. Bereits am Sonnabend sollen sich die Gewitter vereinzelt entladen.

„Richtig zur Sache geht es dann am Sonntag und Montag. Es ist mit starken Unwettern samt Sturmböen und kleineren Tornados zu rechnen", so die Meteorologin. Richtige Abkühlung bringen die Güsse allerdings nicht. Zwar werde es in der kommenden Woche nicht mehr so extrem heiß seine, hochsommerliche Temperatur gebe es aber trotzdem.

Lage in den Krankenhäusern ist noch relativ ruhig

Relativ entspannt sieht die Lage zur Zeit in Dresdner Krankenhäusern aus, massive Einlieferungen von Patienten mit Kreislaufproblemen blieben bisher aus. In der Uniklinik Dresden mussten in der vergangenen Woche insgesamt 13 Personen in Folge der Hitze behandelt werden. „Das ist etwas mehr als sonst, aber kein dramatischer Anstieg", erklärte Sprecher Konrad Kästner. Bereits in den Vorjahren habe sich gezeigt, dass sich die Leute auf diese Wetterlage einstellen, sich in ihren Wohnungen oder kühlen Bereichen aufhalten und ausreichend trinken. „Die Aufklärung trägt also Früchte", zeigte sich Kästner zufrieden.

Wasserverbrauch steigt

Wie Pressesprecherin Gerlind Ostmann auf Anfrage informierte, verbrauchen die Landeshauptstädter im Jahresdurchschnitt 100 000 Kubikmeter Wasser am Tag. Am Donnerstag lag der Gesamtbedarf bereits bei 120 000 Kubikmetern, für die nächsten Tage wird ein Verbrauch von 125 000 Kubikmeter erwartet. „Das ist also ein Viertel mehr als im Jahresmittel üblich. Und das obwohl viele Familien aufgrund der Schulferien im Urlaub sind", so Ostmann.

Tiere im Zoo kämpfen mit Hitze

Der Dresdner Zoo hat sich auf die tropischen Temperaturen gut vorbereitet. Das Wichtigste laut Kurator Matthias Hendel ist, dass die Tiere genügend Möglichkeiten haben, sich in kühlere Bereiche zurückziehen zu können. „Wir erleben jedes Jahr diese Temperaturen. Deshalb sind unsere Anlagen alle so konzipiert, dass die Tiere wählen können, ob sie im Schatten dösen, ins Haus gehen oder in der Sonne bleiben", informierte Hendel. Für tropische Tiere, etwa für Trampeltiere, Flamingos, Pelikane oder Zebras, sei die Hitze ohnehin kein Problem. Der Polarfuchs hingegen bleibt lieber im schattigen Haus und der Panda bevorzugt das Geäst in den Bäumen, wo ein schwaches Windchen weht. Außerdem nutzen die Tiere auch die Rasensprenger, die der Gärtnerbetrieb im Zoo zur Grünflächenpflege aufstellt, für eine Dusche.

Waldbrandgefahr ist allgegenwärtig

In der Dresdner Heide und den Waldgebieten im Umland ist es derzeit extrem trocken. Die höchste Waldbrandwarnstufe, die für die Region ausgerufen werden kann, ist deshalb bis auf weiteres gültig. „Bei diesen hohen Temperaturen reicht schon wenig aus, um einen Brand entstehen zu lassen", erklärt Heiko Müller, Leiter des Staatsforstbezirks. Ein generelles Rauch- und Feuerverbot herrsche in den Wäldern ohnehin ganzjährig. Zusätzlich weist Müller aber darauf hin, dass die Wege in der Dresdner Heide während der Stufe 3 nicht verlassen werden dürfen. Auch das Abstellen von Autos in Waldeinfahrten ist verboten – zum einen, weil die Auspuffanlagen trockene Gebiete entzünden können, zum anderen, weil die Feuerwehr im Brandfall nicht an ihren Einsatzort kommt.

Auch die Bäume befänden sich im Moment in einer Stresssituation und beginnen, ihre Blätter abzuwerfen. Damit sich die Situation entschärft, müsste es einige Stunden durchregnen, ein kleiner Schauer helfe wenig, sagte Müller.

Hinweise des Gesundheitsministeriums

Die Temperaturen werden derart stark ansteigen, dass sich das Sächsische Gesundheitsministerium genötigt sieht, Verhaltensempfehlungen auszusprechen. So fordert das Ministerium alle Bürger auf, sich an schattigen Plätzen aufzuhalten und den Tagesrythmus der Temperatur anzupassen. Darüber hinaus soll man darauf achten, genug zu trinken. Auf alkohol- oder koffeinhaltige Getränke sollte verzichtet werden. Besonders großen Wert legt das Ministerium darauf, dass keine Personen in geschlossenen Autos zurückgelassen werden sollen.

Christin Grödel

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